Römischer Badespaß – hautnah!

Schon die alten Römer bauten riesige Thermenanlagen, um dort ihre Körper zu pflegen, sich sportlich zu betätigen oder einfach nur, um sich mit Bekannten über den neuesten Klatsch und Tratsch auszutauschen.

Am 12. Juli 2019 begaben sich die Lateinschüler der 7. Klassen mit ihren Lehrkräften, Frau Stühler und Frau Braun, ins bayerische Weißenburg, um dort eine Badeanlage aus der Zeit der Römer zu besichtigen. Die Anlage, die erst 1977 entdeckt wurde, gewährt einen spannenden Einblick in die wohl angenehmste Seite der römischen Kultur. Dank der guten Restaurierung und Konservierung konnten die Schüler hautnah nachempfinden, wie wohl der römische Badespaß abgelaufen ist. Im Laufe des Rundgangs wurde die Gruppe durch die verschiedenen Baderäume (z.B. „caldarium“ – Warmbad, „frigidarium“ – Kaltbad, „sudatorium“ – Schwitzbad) geführt, wobei sie Interessantes z.B. über das römische Heizsystem oder das Wassermanagment erfuhr.

Anschließend ging die Gruppe an dem Kastell Biriciana vorbei zum Römermuseum im Stadtzentrum. Dort erhielten die Schüler in einer Führung weitere Infos über den antiken Thermenbesuch, das Leben von Legionären und die Römer in Bayern.

Nach der ganzen Informationsflut gönnten sich die Schüler noch ein Eis auf dem Marktplatz, ehe es wieder mit dem Bus zurück in den Süden ging.

 

Dies Latinus an den Iden des März

Am 2063sten Jahrestag von Caesars Ermordung, den Iden des März, tauchten die Lateinschüler der 6. Jahrgangsstufe für ein paar Stunden in das Alltagsleben der Römer ein.

In vier verschiedenen Workshops konnten die jungen Lateiner römische Schreibtafeln basteln, einen Lederbeutel mit integriertem Rundmühle-Spiel kreieren, römische Spiele entwerfen und eine römische Toga erstellen. Dabei erkannten die Schüler, dass das Schreiben auf Wachstafeln für Römer wohl ganz schön anstrengend gewesen sein muss und auch das Tragen einer Toga nicht immer ganz so praktisch war.

Auch die Mußen kamen nicht zur kurz: zu Flötenmusik wurden carmina Latina gesungen und ein paar Runden Rundmühle gespielt. Abschließend stärkten sich die 6. Klässler bei einer ausgiebigen cena mit selbstgemachten Speisen nach Originalrezepten von Apicius (z.B. Moretum, Drusillas-Limes-Brötchen, Mustea).

Gratias habemus auch den Schülern der 7a für die freundliche und fachkundige Unterstützung bei den Workshops.

 

Vale!

„Semper felix esto!“

Warum Latein?

Immer wieder wird die Frage gestellt, weswegen man im 21. Jahrhundert noch die häufig als „tot“ bezeichnete lateinische Sprache lernen sollte. Dafür sprechen viele Gründe:

I Muttersprachenkompetenz

Durch die intensive Grammatikarbeit im Lateinunterricht kommt es auch zu einem besseren Verständnis der deutschen Sprache und zu einer gesteigerten Sicherheit im Umgang mit der grammatikalischen Fachterminologie (z.B. Tempus, Numerus, Genus). Denn hinsichtlich der Systematik, wie beispielsweise der Syntax, ähneln sich die lateinische und deutsche Sprache stark. Zudem wird durch den Übersetzungsprozess, in welchem jeweils eine sinnadäquate Wiedergabe im Deutschen gefunden werden muss, das deutsche Ausdrucksvermögen gefördert.

II Fremdsprachenkompetenz

Mit der Kenntnis lateinischer Wörter lassen sich sowohl im Deutschen (z.B. Lektüre von „legere“, sozial von „socius“) also auch in den modernen Fremdsprachen viele Wörter herleiten. Einige Beispiele aus dem Englischen, Italienischen, Spanischen und Französischen sind hierfür: to stay (engl.) von „stare“, essere (ital.) von „esse“, madre (span.) von „mater“, arbre (franz.) von „arbor“. Die Schüler erfahren auch, dass einige Produktnamen lateinischen Ursprungs sind (z.B. Nivea von „niveus“ – schneeweiß, Alete von „alere“ – ernähren).

III Vermittlung von Schlüsselqualifikationen

Latein wird als „Trimm-dich-Pfad des Geistes“ (vgl. F. Maier) bezeichnet, da im Rahmen des Übersetzungsvorgangs das analytische Denken sowie die Konzentrationsfähigkeit stark gefordert und gefördert werden. Auch das methodische und systematische Arbeiten gilt als eine wesentliche Schlüsselqualifikation, die vermittelt wird.

IV Beitrag zur Allgemeinbildung

Neben dem sprachlichen nimmt auch der inhaltliche Aspekt eine wesentliche Rolle im Lateinunterricht ein. Die Schüler erhalten bei der Lektüre lateinischer (Original-)Texte Einblicke in das Leben einer hochentwickelten Kultur und erfahren dabei beispielsweise Wichtiges über Kleidung, Baukunst, Militärwesen, Politik oder Literatur der Römer. In dem Zusammenhang erkennen sie, dass vieles auch in unserer heutigen europäischen Kultur weiterlebt: Rechtsgrundsätze (z.B. „In dubio pro reo.“), antike Sagen (z.B. Europa und der Stier), Rhetorik, sprachliche Sentenzen (z.B. Die Würfel sind gefallen.) oder ethische Aspekte. Somit wird ihnen eine solide Grundlage für ein umfangreiches Allgemeinwissen vermittelt.

V Voraussetzung für das Studium

Lateinkenntnisse erweisen sich zudem als vorteilhaft für die Fachterminologie diverser Studiengänge (z.B. Jura, Medizin). Bei etlichen Studiengängen (z.B. Archäologie, Anglistik, Germanistik, Theologie) werden vertiefte Lateinkenntnisse oder das Latinum (sh. unten) sogar vorausgesetzt.

Informationen zum Fach

Der Lateinunterricht gliedert sich in zwei Phasen:

Spracherwerbsphase: 6. bis 8. Jahrgangsstufe (L2) à Grundlegung
Lektürephase: 9. bis 12./13. Jahrgangsstufe (L2) à Festigung und Vertiefung

In der Spracherwerbsphase werden anhand von Themen aus der Antike die grundlegenden Kenntnisse in Wortschatz, Grammatik und Übersetzungstechnik vermittelt. Daran schließt sich Ende der 8. Jahrgangsstufe die Übergangsphase mit einer Übergangslektüre an. Ab Jahrgangsstufe 9 werden lateinische Originaltexte in angemessenem Schwierigkeitsgrad gelesen, z. B. Werke von Caesar, Nepos, Catull, Martial, Ovid, Plinius, Cicero und Seneca.

Latinum und gesicherte Lateinkenntnisse

Latinum

Nachweis des Latinums über den Pflichtunterricht

„Schülerinnen und Schüler öffentlicher und staatlich anerkannter Gymnasien, die Latein als erste bzw. zweite Fremdsprache ab Jahrgangsstufe 5 bzw. 6 erlernt haben, haben das Latinum nachgewiesen, wenn sie im Jahreszeugnis der Jahrgangsstufe 10 im Fach Latein mindestens die Note „ausreichend“ erzielen. Der Nachweis des Latinums gilt in diesem Fall unbeschadet davon, ob das Klassenziel der Jahrgangsstufe 10 erreicht wurde.“

Gesicherte Lateinkenntnisse

Nachweis von gesicherten Lateinkenntnissen („kleines Latinum“) über den Pflichtunterricht

„Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums, die Latein als erste bzw. zweite Fremdsprache ab Jahrgangsstufe 5 bzw. 6 erlernt haben, haben gesicherte Kenntnisse in Latein (Kleines Latinum) nachgewiesen, wenn sie im Jahresfortgangszeugnis der Jahrgangsstufe 9 im Fach Latein mindestens die Note „ausreichend“ erzielen. Der Nachweis gesicherter Kenntnisse in Latein (Kleines Latinum) gilt in diesem Fall unbeschadet davon, ob das Klassenziel der Jahrgangsstufe 9 erreicht wurde.“

Lateinunterricht am ISGY (Latein als 2. Fremdsprache – L2)

Lehrwerke + Unterrichtsmaterialien:

6. Klasse
Campus C 1
C.C. Buchner
978-3-7661-5851-0
27,80€
Campus C Training 1 – neu (Lehrerabhängig)
C.C. Buchner
978-3-661-410166
16,40€
7. Klasse
Prima B Latein 2
C.C. Buchner
978-3-7661-5022-6
14,50€
Prima Latein (Gesamtkurs Grammatikbegleiter)
C.C. Buchner
978-3-7661-5029-5
16,89€
Prima B Arbeitsheft 2
C.C. Buchner
978-3-7661-5032-5
15,60€
8. Klasse
Prima B Latein 3
C.C. Buchner
978-3-7661-5023-3
19,80€
Prima B Arbeitsheft 3
C.C. Buchner
978-3-7661-5033-2
16,20€

Projekte am ISGY

– „dies latinus“ für die Lateinschüler der 6. Klassen

– Fahrt nach Weißenburg für die Lateinschüler der 7. Klassen (Römische Thermen, Römermuseum)

Auf den Spuren der Römer…

Am 20. Julius begab sich die Lateingruppe der 7. Klasse nach Weißenburg, um dort römische Spuren zu erkunden.

Los ging die Entdeckungstour bei den römischen thermae, die in der Antike als sehr beliebter sozialer Treffpunkt galten. Während des Rundgangs durch die ehemalige Badelandschaft konnten die Schüler/innen dank der guten Restaurierung und Konservierung den Aufbau einer römischen Badeanlage nachvollziehen und Interessantes über den antiken Thermenbesuch sowie die durchaus spezielle Körperhygiene der Römer erfahren. Ein sehr gut erhaltenes Hypokaustum (römisches Heizsystem) führte den Schüler/innen vor Augen, welch geschickte Ingenieure die Römer doch waren.

Über das Gelände eines alten römischen Kastells, vorbei am rekonstruierten Nordtor, ging es weiter zum Römermuseum. Dort besichtigten die jungen Lateiner den größten römischen Schatzfund in Südbayern (z.B. Münzen, Geschirr) und konnten sich durch das Anprobieren römischer Helme wie echte Gladiatoren fühlen. Nach den vielen Eindrücken und Informationen gönnten sich die 7. Klässler noch ein Eis auf dem Marktplatz in Biriciana.

Tag der offenen Tür 2018

Am Tag der offenen Tür am 19. April öffnete das Gymnasium Ismaning erneut Klassenzimmer und Fachräume sowie erstmals den neuen Bewegungsraum. Bei sommerlichem Wetter informierten sich sehr viele Familien mit zukünftigen Gymnasiasten, aber auch wiederum Nachbarn und die ganze Schulfamilie. Es gab eine Menge zu entdecken für Klein und Groß: man konnte ein echter Franzose werden, selbst gemachte Nussnougatcreme oder Flammkuchen probieren, ein intaktes ganzes rohes Ei ohne Schale anfühlen, mit einem Matheführerschein die vielfältigen Materialien der Schule kennenlernen, eine Toga anprobieren, seinen Namen mit Hieroglyphen auf Papyrus stempeln, Fair-Trade einkaufen, Jonglieren lernen, sich in sportlichen Zweikämpfen üben, Schülerarbeiten aus Kunst und vielen anderen Fächern bewundern oder ein gekochtes Ei in eine Flasche saugen. In der ersten und letzten halben Stunde wurde ein vielfältiges Bühnenprogramm im Treppenhaus dargeboten von Tänzerinnen, Solisten, Orchester und Chor mit einer kurzen Kostprobe vom nächsten Frühjahrskonzert am 2. Mai. Aber auch Theaterszenen auf Französisch, Spanisch und vor allem Deutsch als Vorgeschmack auf den nächsten Schultheaterabend am 12./13. Juni waren zu bewundern. Der „Tintenklecks“, die neue Schülerzeitung, stand druckfrisch zum Verkauf. Verpflegt wurde das Publikum durch Förderverein und Elternbeirat dank zahlreicher Essensspenden – vielen Dank dafür! Die Jugendsozialarbeit öffnete ihr Beratungszimmer und die Nachmittagsbetreuung stand zum Gespräch bereit. Man konnte eine Reise in die ganze Welt mit englischsprachiger Reisebegleitung unternehmen, organisiert vom Wahlkurs Bilinguale Geografie. In den Fachräumen von NuT, Musik, Informatik und Physik wurden Modelle und Computer ausprobiert oder man konnte einfach den Schüler/innen der Bläserklassen lauschen. Auf Stellwänden war die nächste Ausbaustufe des Schulgebäudes zu bewundern, ebenso wie die junge Geschichte des ISGY und der Pressespiegel. Eine schon erstaunliche Vielfalt, wenn man bedenkt, dass diese kleine Schulfamilie bisher aus 11 Klassen und ca. 20 Lehrkräften besteht – daher ein Dank an alle Beteiligten für ihr vielfältiges Engagement. Auch dem Publikum sei Dank für die Geduld bei den kleineren Wartezeiten mancher sehr gefragter Angebote und das anhaltende Interesse.