Dein unsichtbarer Trainingspartner: Ernährung

 

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Was glaubst du: Warum haben manche Menschen im Training mehr Energie und bessere Ergebnisse als andere – obwohl sie genauso hart trainieren? Die Antwort liegt selten im Trainingsplan selbst. Sie liegt meistens schon auf dem Teller, lange bevor die erste Übung beginnt.

Wie Ernährung dein Training beeinflusst

Stell dir deinen Körper wie einen Hochleistungsmotor vor: Mit dem richtigen Treibstoff läuft er rund, mit dem falschen stottert er – egal wie gut die Technik ist. Eine ausgewogene Ernährung sorgt nachweislich für mehr Energie, gesteigerte Leistungsfähigkeit und schnellere Regeneration (vgl. Thomas, Erdman & Burke, 2016).

1. Mehr Energie für dein Training

Mit der richtigen Ernährung startest du nicht nur motivierter, sondern tatsächlich kraftvoller ins Training. Komplexe Kohlenhydrate wie Vollkornprodukte, Haferflocken oder Obst werden als Glykogen in Muskeln und Leber gespeichert – dein körpereigener Energiespeicher für genau den Moment, in dem du ihn brauchst. Dadurch bleibt die Leistungsfähigkeit länger erhalten und Ermüdung tritt später ein (vgl. Burke et al., 2011). Wer mit leerem Tank trainiert, kämpft also nicht gegen mangelnde Willenskraft, sondern gegen leere Glykogenspeicher.

2. Verbesserte Muskelarbeit

Während des Trainings entstehen winzige Mikroverletzungen in der Muskulatur – das ist völlig normal und sogar notwendig für Fortschritt. Damit daraus aber tatsächlich mehr Kraft wird, braucht der Körper Baumaterial: Proteine. Aminosäuren aus Lebensmitteln wie Joghurt, Eiern oder Hülsenfrüchten unterstützen die Muskelproteinsynthese und helfen, genau diese trainingsbedingten Schäden zu reparieren (vgl. Jäger et al., 2017).

3. Mehr Fokus und Konzentration

Auch der Kopf trainiert mit. Eine ausgewogene Ernährung hält den Blutzuckerspiegel stabil – und ein stabiler Blutzucker bedeutet weniger Müdigkeit und weniger Leistungseinbrüche mitten in der Einheit. Konzentration und kognitive Leistungsfähigkeit bleiben dadurch über die gesamte Trainingsdauer erhalten (vgl. Thomas, Erdman & Burke, 2016) – kein Zufall, dass die letzten Wiederholungen mit dem richtigen Frühstück oft leichter fallen als ohne.

4. Schnellere Regeneration

Nach dem Training beginnt die eigentliche Arbeit: die Erholung. Besonders eine Kombination aus Kohlenhydraten und Proteinen unterstützt gleich zwei Prozesse auf einmal – die Wiederauffüllung der Glykogenspeicher und die Reparatur der Muskulatur. Das Ergebnis: deutlich schnellere Regeneration (vgl. Ivy et al., 2003). Wer hier nachlässig ist, trainiert am nächsten Tag quasi mit angezogener Handbremse.

5. Weniger Anfälligkeit für Krankheiten und Verletzungen

Vitamine, Mineralstoffe und gesunde Fette sind nicht nur fürs „Wohlfühlen“ zuständig, sondern unterstützen direkt das Immunsystem und die Regeneration nach intensiver Belastung. Wer hier gut versorgt ist, kann härtere Trainingsreize besser wegstecken und hat ein geringeres Risiko für Trainingsausfälle durch Infekte oder Übertraining (vgl. Nieman & Wentz, 2019).

Kurz gesagt

Training formt den Körper – Ernährung entscheidet, wie viel von diesem Training tatsächlich ankommt. Wer beides zusammen denkt, trainiert nicht öfter, sondern einfach klüger.


Quellen:

Burke, L. M., Hawley, J. A., Wong, S. H. S. & Jeukendrup, A. E. (2011): Carbohydrates for Training and Competition. Journal of Sports Sciences, 29(Suppl. 1), S17–S27.

Ivy, J. L., Res, P. T., Sprague, R. C. & Widzer, M. O. (2003): Effect of a Carbohydrate-Protein Supplement on Endurance Performance during Exercise of Varying Intensity. International Journal of Sport Nutrition and Exercise Metabolism, 13(3), 382–395.

Jäger, R., Kerksick, C. M., Campbell, B. I., Cribb, P. J., Wells, S. D., Skwiat, T. M., Purpura, M., Ziegenfuss, T. N., Ferrando, A. A., Arent, S. M., Smith-Ryan, A. E., Stout, J. R., Arciero, P. J., Ormsbee, M. J., Taylor, L. W., Wilborn, C. D., Kalman, D. S., Kreider, R. B., Willoughby, D. S., Hoffman, J. R., Krzykowski, J. L. & Antonio, J. (2017): International Society of Sports Nutrition Position Stand: Protein and Exercise. Journal of the International Society of Sports Nutrition, 14, Artikel 20.

Nieman, D. C. & Wentz, L. M. (2019): The Compelling Link Between Physical Activity and the Body’s Defense System. Journal of Sport and Health Science, 8(3), 201–217.

Thomas, D. T., Erdman, K. A. & Burke, L. M. (2016): Position of the Academy of Nutrition and Dietetics, Dietitians of Canada, and the American College of Sports Medicine: Nutrition and Athletic Performance. Medicine & Science in Sports & Exercise, 48(3), 543–568.

Unsere Interviews bei Clever Fit Ismaning

Im Rahmen unseres P-Seminars haben wir uns gefragt, wie der Berufsalltag in der Fitness- und Gesundheitsbranche eigentlich aussieht – und haben uns dafür direkt vor Ort umgehört. Im Fitnessstudio Clever Fit Ismaning haben wir Mitarbeitende und Mitglieder interviewt, um mehr über ihre Berufe, ihren Alltag und ihre Motivation zu erfahren. Unser Ziel: ein echter Einblick in die Arbeitswelt rund um Fitness und Gesundheit – und das aus möglichst unterschiedlichen Perspektiven, von der Praktikantin bis zum Studioinhaber. Die Ergebnisse zeigen vor allem eines: Wie vielfältig die Aufgaben in diesem Bereich tatsächlich sind und welche Fähigkeiten dafür gefragt sind.

Praktikum im Clever Fit Ismaning

Eine FOS-Schülerin hat ihr zweiwöchiges Praktikum bei Clever Fit Ismaning absolviert – für sie kein Neuland, da sie dort bereits zuvor praktische Erfahrungen sammeln konnte.

Während ihres Praktikums übernahm sie verschiedene Aufgaben im Studio: Sie unterstützte bei der Kundenbetreuung an der Theke, koordinierte Anrufe und kümmerte sich um den Check-in der Mitglieder. Auch die Pflege der Trainingsfläche und die allgemeine Ordnung im Studio gehörten zu ihrem Alltag.

Ihr Fazit ist eindeutig: Das Gym war ein interessanter Einblick, aber als dauerhaftes Berufsfeld sieht sie sich eher woanders. Die Erfahrungen im Umgang mit Kunden und in organisatorischen Abläufen nimmt sie trotzdem mit.

Im Gespräch mit Studioinhaber Erwin Binder

Im Interview mit Studioinhaber Erwin Binder wurde schnell klar: Sein Beruf ist alles andere als eintönig. Zu seinen wichtigsten Aufgaben zählt die enge Zusammenarbeit mit Standortleiter Sammy – gemeinsam sorgen die beiden für die Organisation und den reibungslosen Ablauf im Studio. Hinzu kommt die Planung auf mehreren Ebenen: von der kurzfristigen Wochenplanung bis zur langfristigen Monats- und Jahresplanung. Budgetplanung, das Lösen alltäglicher Probleme und regelmäßige Besprechungen runden sein Aufgabenfeld ab. Besonders wichtig ist ihm dabei die Koordination der Mitarbeiter, denn ein gut funktionierendes Team ist für ihn der entscheidende Erfolgsfaktor eines Studios.

Sein Weg in die Fitnessbranche war dabei kein direkter: Nach dem Abitur arbeitete er zunächst im Vertrieb. Erst mit etwa 40 Jahren entschied er sich für die berufliche Neuorientierung in Richtung Fitness.

An seiner Arbeit schätzt er vor allem den Kontakt mit Menschen – täglich mit unterschiedlichen Personen zu arbeiten und sie auf ihrem individuellen Weg zu unterstützen, ist für ihn der eigentliche Reiz des Berufs.

Auf die Frage nach aktuellen Trends in der Fitnessbranche erklärte er, dass sich im Laufe der Jahre einiges verändert hat: Während früher zum Beispiel Step-Aerobic sehr beliebt war, gibt es heute eine deutlich größere Vielfalt an Angeboten. Manche Klassiker bleiben dabei bestehen, werden aber modern angepasst. Insgesamt beobachtet er eine zunehmende Individualisierung des Trainings – abgestimmt auf die jeweiligen Bedürfnisse der Kunden, teilweise sogar mit passender Musikrichtung für unterschiedliche Zielgruppen.

Ein weiterer wichtiger Bereich seines Studios sind Reha-Programme, die teilweise von Krankenkassen übernommen werden. Dafür arbeiten im Studio speziell ausgebildete Physiotherapeuten und Reha-Trainer mit entsprechender Zusatzqualifikation – parallel dazu gibt es aber auch Trainer ohne spezielle Ausbildung, sodass das Team insgesamt sehr unterschiedlich aufgestellt ist.

Standortleiter Sammy über seinen Berufsalltag

Auch mit Standortleiter Sammy haben wir gesprochen, um einen Einblick in seinen Beruf und Arbeitsalltag zu bekommen. Zu Beginn machte er deutlich: Für die Arbeit im Fitnessbereich zählen vor allem Interesse und Begeisterung für Sport – eine spezielle Lizenz ist nicht erforderlich. Der Einstieg erfolgt meist über eine klassische Ausbildung, etwa eine duale Ausbildung, die Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann oder im Bereich Gesundheitsfitness. Die Ausbildungsdauer beträgt in der Regel rund drei Jahre.

Zu seinen täglichen Aufgaben gehört es, das Studio zu organisieren und den Überblick zu behalten: Aufgaben an Mitarbeiter delegieren, Kunden betreuen und sich um die Pflege des Studios kümmern. Ein großer Teil seiner Arbeit besteht außerdem aus organisatorischen Tätigkeiten wie dem Beantworten von E-Mails oder der Verwaltung von Verträgen.

Neben dem klassischen Training bietet das Studio auch Reha-Kurse an, die über die Krankenkassen abgerechnet werden. Ein wichtiger Bestandteil seiner Arbeit ist außerdem das Erstellen individueller Trainingspläne – abgestimmt auf persönliche Ziele wie Muskelaufbau oder Gewichtsreduktion sowie auf den aktuellen körperlichen Zustand der Kunden. Dabei kommt auch eine App zum Einsatz, über die Mitglieder ihre Fortschritte verfolgen und ihr biologisches Alter einsehen können. Für ältere Kunden gibt es die Trainingspläne zusätzlich in analoger Form. Wer möchte, kann sich zunächst ausprobieren, bevor ein individueller Plan erstellt wird.

Für den Beruf sind laut Sammy neben Fachwissen vor allem soziale Kompetenzen entscheidend, da der tägliche Umgang mit Menschen eine zentrale Rolle spielt. Besonders schätzt er den direkten Kontakt zu den Kunden sowie die Abwechslung im Job: wenig sitzende Tätigkeiten, immer neue Eindrücke und eine gute Zusammenarbeit im Team.

Ein wichtiger Teil seines Systems ist der regelmäßige Kontakt zu den Kunden und eine gute Terminorganisation. Die Trainingsangebote sind individuell gestaltet und reichen unter anderem von Ausdauer- bis Kreislauftraining. Verträge können im Studio bereits ab 16 Jahren abgeschlossen werden.

Minijob-Mitarbeiterin: Sport im Beruf und in der Ausbildung

Auch eine Minijob-Mitarbeiterin haben wir im Rahmen unseres P-Seminars interviewt – zu ihrem Berufswunsch und ihren Aufgaben im Studio. Ihr Ziel ist es, später Sport- und Gymnastiklehrerin zu werden. Aktuell besucht sie dafür eine private Schule, die genau auf diesen Beruf vorbereitet. Die Ausbildung dauert insgesamt drei Jahre und besteht zu etwa 70 % aus praktischen sportlichen Inhalten und zu 30 % aus Theorie.

Während der Ausbildung absolviert sie zudem Praktika und Hospitationen, um erste Erfahrungen im Berufsalltag zu sammeln. Der Zugang zur Schule war dabei nicht automatisch: Sie musste einen Probetag sowie einen Eignungstest bestehen, außerdem ist mindestens ein mittlerer Schulabschluss Voraussetzung.

Ihre Entscheidung für diesen Beruf fiel ihr leicht – schon immer hatte sie großes Interesse an Sport und arbeitet gerne mit anderen Menschen. Besonders wichtig ist ihr dabei, nicht nur theoretisch zu lernen, sondern auch praktisch aktiv zu sein – genau das bietet ihr die Ausbildung. Ihre Tätigkeit als Minijob-Mitarbeiterin bei Clever Fit passt gut zu diesem Berufsweg, da sie auch hier mit Sport zu tun hat und weitere praktische Erfahrungen sammeln kann.

Fazit

Vier Interviews, vier völlig unterschiedliche Perspektiven – und doch ein gemeinsamer Nenner: Ohne echtes Interesse an Sport und an Menschen funktioniert die Arbeit im Fitnessstudio nicht. Ob als kurzzeitige Praktikantin, Minijobberin mit klaren beruflichen Zielen, Standortleiter oder Studioinhaber: Der direkte Kontakt zu den Kunden und die Vielseitigkeit der Aufgaben wurden in jedem Gespräch als zentraler Reiz dieses Berufsfelds genannt.

Interviewer: Philia Papaaioannou, Isabella Pattiasiana, Helena Sadowski, Maria Lara Paraschiv
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Berufsfelder im Bereich Sport

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Sport ist für viele mehr als nur ein Hobby. Er gehört zum Alltag, motiviert und macht Spaß. Gerade wenn ihr euch noch nicht sicher seid, wie es nach der Schulzeit weitergehen soll, kann man in Betracht ziehen, ob man seine Begeisterung für den Sport auch im späteren Beruf nutzen möchte. Im Sportbereich gibt es deutlich mehr Berufe, als man auf dem ersten Blick vermuten würde – von Training über Gesundheit bis hin zu Sport in den Medien. Auf dieser Seite stellen wir einige spannende Berufe vor, die sich rund um das Thema Sport drehen.


Sportwissenschaft:
Im Studium der Sportwissenschaft beschäftigt man sich mit der Trainingslehre, der Bewegungswissenschaft, der Sportmedizin sowie der Prävention und der Rehabilitation. Außerdem gehören die Leistungsdiagnostik und praktische Sportkurse dazu. Der Bachelor dauert in der Regel sechs Semester, ein anschließender Master dauert weitere vier Semester. Der benötigte Abitur-durchschnitt liegt meist zwischen 2,0 und 3,0, oft ist zusätzlich eine Sporteignungsprüfung erforderlich
(vgl. dvs, 27.03.2026).

Studienmöglichkeiten in München:
https://www.health-and-medical-university-muenchen.de/lp1/bachelor/sportwissenschaft/
https://www.tum.de/studium/studienangebot/detail/sportwissenschaft-bachelor-of-science-bsc


Gesundheitswissenschaft:
Im Studiengang Gesundheitswissenschaft (auch Public Health) lernt man, wie Gesundheit gefördert und Krankheiten verhindert werden können. Inhalte sind unter anderem Prävention, medizinische Grundlagen, Epidemiologie, Gesundheitsmanagement sowie Statistik und Forschung. Das Bachelorstudium dauert meist sechs bis sieben Semester, der Master weitere drei bis vier Semester. Der Abi-Schnitt liegt häufig zwischen 2,0 und 3,0; manche Hochschulen haben keinen Numerus Clausus
(vgl. RKI, 24.03.2026 ; bpb, o. J.). 

Studienmöglichkeit in München:
https://www.lmu.de/de/studium/studienangebot/alle-studienfaecher-und-studiengaenge/public-health-master-hauptfach-4550.html


Sportjournalismus:
Im Sportjournalismus-Studium lernt man, über Sportereignisse professionell zu berichten.
Dazu gehören Journalismus, Interviewführung, Medienarbeit, Sportberichterstattung und Medienrecht. Praktika in Redaktionen sind ein wichtiger Bestandteil. Das Studium dauert etwa sechs bis sieben Semester; anschließend folgt häufig ein Volontariat von etwa zwei Jahren. Der erforderliche Abi-Schnitt liegt meist zwischen 2,0 und 2,8, teilweise gibt es Aufnahmeprüfungen oder Arbeitsproben
(vgl. Hochschulkompass, o. J.).

Studienmöglichkeiten in München:
https://www.macromedia-plus.de/lp/bachelor-sportjournalismus/
https://studium.fham.de/lp/studiengaenge/bachelor/sportjournalismus/


Lehramt Sport:
Im Lehramtsstudium mit Fach Sport erwirbt man Kenntnisse in Sportpraxis, Trainingslehre, Pädagogik und Didaktik. Zusätzlich studiert man ein zweites Unterrichtsfach. Das Studium (Bachelor und Master) dauert zusammen etwa fünf bis sechs Jahre, danach folgt ein Referendariat von etwa 18 bis 24 Monaten. Der benötigte Abiturdurchschnitt hängt stark vom Bundesland ab und liegt häufig zwischen 1,5 und 2,5. Eine Sporteignungsprüfung ist fast immer erforderlich (vgl. Hochschulkompass, o. J.).

Studienmöglichkeit in München:
https://www.lmu.de/de/studium/studienangebot/alle-studienfaecher-und-studiengaenge/sport-lehramt-gymnasium


Quellen und weiterführende Links:

verfasst von Helena und Maria Lara