Am Freitag, 25. September 2015 verabschiedete die UN-Vollversammlung die Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen – sozial, ökologisch und ökonomisch – zur nachhaltigen Entwicklung. Ziel ist die „Transformation unserer Welt“. BNE ist einer Bildung und einem Menschbild verpflichtet um den notwendigen Bewusstseinwandel und Perspektivwechsel zum Erreichen dieser Transformation zu fördern.
In dem Dokument mit dem Titel „Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ heißt es: „Wir sind entschlossen, von heute bis 2030 Armut und Hunger überall auf der Welt zu beenden, die Ungleichheiten in und zwischen Ländern zu bekämpfen, friedliche, gerechte und inklusive Gesellschaften aufzubauen, die Menschenrechte zu schützen und Geschlechtergleichstellung und die Selbstbestimmung der Frauen und Mädchen zu fördern und den dauerhaften Schutz unseres Planeten und seiner natürlichen Ressourcen sicherzustellen. Wir sind außerdem entschlossen, die Bedingungen für ein nachhaltiges, inklusives und dauerhaftes Wirtschaftswachstum, geteilten Wohlstand und menschenwürdige Arbeit für alle zu schaffen, unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Entwicklungsstufen und Kapazitäten der einzelnen Länder.“
Die Agenda 2030 ist ein globaler Aktionsplan für ein gutes Leben für alle. Die nachhaltigen Entwicklungsziele der UNO bzw. Sustainable Development Goals, kurz SDGs sind Vision und Auftrag für zukunftsorientiertes und problemlösendes Handeln weltweit.
Didaktische Zielsetzung von BNE ist der Erwerb von Gestaltungskompetenz.
Dies spiegelt sich wieder im
„Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globales Lernen“ der KMK
und dem
„GreenComp – Europäischer Kompetenzrahmen für Nachhaltigkeit„.
Gute Bildung geht über reines Faktenwissen hinaus und ermöglicht, Fähigkeiten zu entwickeln:
- vorausschauendes Denken
- interdisziplinäres Wissen
- autonomes Handeln
- Partizipation an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen.
Prinzipien:
- Beteiligung und Teilhabe
- Handeln
- Gemeinschaft
- Alltagsbezug und Zugänglichkeit
- Gefühle
- Vielfalt an Perspektiven
- Zusammenhänge im Fokus
- Orientierung an Visionen
Gestaltungskompetenz: die_zwoelf_kompetenzen_der_bne_de_haan.pdf (globaleslernen.de)
Prof. Dr. Gerhard de Haan im Interview, Das Video ist Teil des „Massive Open Online Course (MOOC) Citizenship Education – Demokratiebildung in Schulen“ entwickelt vom Institut für Didaktik der Demokratie (IDD) und der Bertelsmann Stiftung. https://www.oncampus.de/mooc/citizenedu Ein Film von: Ulfert Engelkes https://engelkes-tv.de
Prof. Dr. Gerhard de Haan über Bildung für eine nachhaltige Entwicklung
„Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) steht für Bildung, die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigt. Die Umsetzung der UNESCO-Programme für BNE, aktuell des Weltprogramms „BNE 2030“, werden in Deutschland seit 2015 federführend vom BMBF koordiniert.“ Bildung für nachhaltige Entwicklung – BMBF
„Bildung für nachhaltige Entwicklung öffnet die Augen für die Zusammenhänge und Verflechtungen unserer Welt, schärft den Blick für die Herausforderungen unserer Zeit und vermittelt Kompetenzen, um diesen bestmöglich zu begegnen.“ Bildung | Deutsche UNESCO-Kommission
„Bildung für nachhaltige Entwicklung soll (junge) Menschen befähigen, verantwortungsvoll zu handeln, damit unser Planet in der Gegenwart und auch in der Zukunft lebenswert bleibt. BNE betrachtet dabei Herausforderungen immer vor dem Hintergrund verschiedener Dimensionen: der sozialen-kulturellen, der ökologischen und der ökonomischen.
BNE stößt einen Abwägungsprozess zwischen diesen Dimensionen an, reflektiert und findet Lösungsstrategien.
Den inhaltlichen Rahmen von BNE bilden die in der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung formulierten 17 Nachhaltigkeitsziele. Die Nachhaltigkeitsziele sind eng miteinander verbunden und können in den verschiedenen Dimensionen betrachtet werden.“ Klimaschutz und Nachhaltigkeit | Inhalte | Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus (bayern.de)
Seit 2024 ist das Isgy „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Im Rahmen eines P-Seminars der 11. Klassen im Schuljahr 2023/24 wurde die Bewerbung vorbereitet und schließlich mit einer feierlichen Zeremonie und der Verleihung des offiziellen Schilds abgeschlossen. In einer Abstimmung in der Schulgemeinschaft stimmten 84% aller Schüler*innen für die Bewerbung zur Aufnahme in das bundesweite Netzwerk, dem über 4400 Schule angehören. Damit einher geht eine Selbstverpflichtung der Schulgemeinschaft, das Isgy aktiv als einen diskrimierungsfreien Ort zu gestalten. Dies ist eine dauernde Aufgabe und Herausforderung, die zu stetiger Auseinandersetzung und Achtsamkeit verpflichtet.
2020-2023
Der Weg bis zum ersten Abitur im Mai 2023 und der Aufbau der Oberstufe mit zwei letzten G8-Jahrgängen und dem ersten G9-Jahrgang bis Klasse 10 war anfangs natürlich geprägt von den pandemiebedingten Schulschließungen, Hybrid- und Fernunterricht, Maskengeboten und Coronatests von Frühjahr 2020 bis Frühjahr 2022. Dank der bestehenden guten digitalen Infrastruktur mit Schulportal und Teams konnten die Jahre gut bewältigt werden. Als Mitarbeiter im Direktorat stieß Herr Volkmann zum Schulleitungsteam, zudem Herr Filoni als Hausmeister und Frau Bundschuh im Sekretariat. Frau Hennig und Herr Beck übernahmen die Oberstufenkoordination und bereiteten die ersten AbiturientInnen auf die Abschlussprüfungen vor. Seit Frühjahr 2022 beherbergte das Isgy zudem erst pädagogische Willkommensgruppen, dann Brückenklassen für SchhülerInnen aus der Ukraine. Nach dem Ende der Pandemie wurden Feste, Fahrten und Schulveranstaltungen wieder aufgenommen und ausgebaut. Unter der Leitung von Herrn Dr Burger übernahm ein Schulentwicklungteam ab 2021 die systematische Planung des weiteren Schulentwicklungsprozesses.
Die Planungen für den schrittweisen Erweiterungsbau mit neuen Klassenzimmern und später weiteren Fachräumen wurden durch die Gemeinde vorangetrieben, so dass zum Ende des Schuljahres 2023 der Abriss des alten Telekomgebäudes beginnen konnte.
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