Auf dem Weg zur Leseschule – lesen, lesen, lesen

«Lesen stärkt die Seele.» — Voltaire

Leseförderung am ISGY – das bedeutet eine sukzessive Leseschulung, die in jeder Jahrgangsstufe dem Bereich des Lesens einen angemessenen Raum zur Verfügung stellt. Lesen wird daher als eine zentrale Gelenkstelle des Deutschunterrichts betrachtet, die durch alle Jahrgangsstufen hinweg die Attraktivität des Lesens fördern und den SchülerInnen damit vielschichtige Zugänge zum Lesen anbieten soll. Nur einige Aktivitäten, die wir gegenwärtig am ISGY anbieten, möchten wir vorstellen:

  • (Vor-)Leseabend im Schullandheim (5. Klasse)
  • Buchvorstellungen im Unterricht (5. Klasse)
  • Vorlesewettbewerb auf Klassen- und Schulebene (6. Klasse)
  • Lektürearbeit, Lese-Portfolios, Comic- und Filmprojekte zur Umsetzung literarischer Vorlagen
  • Kreatives und poetisches Schreiben
  • Kooperationsprojekte mit der Gemeindebücherei Ismaning
  • Kooperationsprojekte mit externen Stiftungen wie etwa „Bayern liest“ (www.bayern-liest.de) – siehe hierzu auch unser Leseturm-Projekt „WirLesenZusammen@Isgy“

Jugend debattiert – Demokratieerziehung am ISGY

«Je schwächer das Argument, desto stärker die Worte.» — Ludwig Wittgenstein

Stellung fundiert beziehen – Demokratie erlernen

Schon seit Jahren führen wir am ISGY den „Jugend debattiert“-Wettbewerb durch: Dass Jugendliche sich mit aktuellen und brisanten Themen argumentativ auseinandersetzen, sich fundiert eine eigene Position aneignen und dezidiert Stellung beziehen zu kontrovers diskutierten Fragestellungen des öffentlichen Lebens, ist neben den rhetorisch-sprachlichen Kompetenzen, die der Wettbewerb fördern und vermitteln will, auch gleichermaßen ein pädagogisch-gesellschaftliches Anliegen der Demokratieerziehung. Denn eine Demokratie braucht letztlich „fähige Bürger, die kritische Fragen stellen, die ihre Meinung sagen und sich mit den Meinungen anderer fair und sachlich auseinandersetzen“, so lautet eine ganz wesentliche Zielsetzung des Wettbewerbs (siehe www.jugend-debattiert.de). Über den eigenen Horizont hinauszuschauen, andere Meinungen wahrzunehmen und eine eigene fundiert darzulegen, ist nicht nur elementares Ziel des Deutschunterrichts, es ist unser anvisiertes Ziel einer weitaus umfassenderen Persönlichkeitsbildung an sich.

Positionen argumentativ finden – Demokratie leben.

Und so erfreut sich das Argumentieren und Debattieren in Gestalt des Wettbewerbsformats „Jugend debattiert“ einer immer größeren Beliebtheit bei unseren Schülerinnen und Schülern: In Rede und Gegenrede sollen final die besten Argumente in Form und Inhalt überzeugen – dies stellt wiederum ein demokratisches Leitprinzip dar, dessen Einübung möglichst früh zur Anwendung gelangen soll. Gerade so leistet das Fach Deutsch einen wichtigen Beitrag zur Demokratieerziehung unserer SchülerInnen.

Meinungen adäquat vertreten – Feedbackkultur einüben.

Und auch die Regeln des Debattier-Wettbewerbs garantieren – in Analogie zu demokratischen Formen des Meinungsstreits – eine faire und spannende Konkurrenz der besten Ideen und Argumente. JurorInnen, darunter vor allem Schülerinnen und Schüler, bewerten die Debattierer nach Kategorien und Punkten. Noch wichtiger als das Partizipieren an dem Wettbewerbsformat selbst ist hier das proaktive Einüben von Feedback, das als eine weitere Kernkompetenz schulischen Miteinanders zur konkreten Anwendung gelangt. Die JurorInnen bewerten die Debattierer anhand der vier Basiskategorien der Sachkenntnis, des Ausdrucksvermögens, der Gesprächsfähigkeit und der Überzeugungskraft und spiegeln es den DebattenteilnehmerInnen kommunikativ wider: Es ist dies eine Einübung in die Kultur des Feedback und des Feedforward – kontinuierliches Rückmelden bewirkt, dass aus weniger Gelungenem Verbesserungsvorschläge für zukünftige Anwendungskontexte abgeleitet werden; Fehlertoleranz und Feedbackkultur, die im Rahmen von „Jugend debattiert“ spielerisch erlernt werden, bedingen einander.

Stellung fundiert beziehen – Positionen argumentativ finden – Meinungen adäquat vertreten:

Mit dieser Zielsetzung nimmt die achte und neunte Jahrgangsstufe auch dieses Schuljahr wieder an dem Debattierwettbewerb teil. Systematisch aufeinander aufbauende Übungssequenzen im Deutschunterricht bieten den SchülerInnen Gelegenheit, das Diskutieren und Debattieren vorbereitend und vertiefend einzuüben. Bei weiterführenden Fragestellungen stehen Frau Stühler und Frau Schiller gerne als Ansprechpartnerinnen und Schulkoordinatorinnen des Wettbewerbs „Jugend debattiert” zur Verfügung.

Betriebspraktikum

Im Zuge der Berufsorientierung als Teil des gymnasialen Bildungs- und Erziehungsauftrages und dem Unterricht im Fach Wirtschaft und Recht gibt es am ISGY ab dem Schuljahr 2019/20 auch ein verpflichtendes Betriebspraktikum, das die Schülerinnen und Schüler der neunten Jahrgangsstufe absolvieren sollen.

Durch das Praktikum erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit erste Erfahrungen im Zusammenhang mit der Berufswelt zu sammeln und einen Einblick in den Arbeitsalltag erhalten zu können, um daraus unter Umständen auch schon Schlüsse für den jeweils eigenen Berufsweg ziehen zu können.

Im Zuge der Planungen und Vorbereitungen hat das ISGY auch Kontakt zu verschiedenen ortsansässigen Unternehmen aufgenommen. Sie unterstützen unsere Schule als Partner, beispielsweise für Betriebserkundungen oder für Workshops im Rahmen der Berufsorientierung und der Bewerbungsphase. Daneben konnte mit dem Beginn unserer Planungen auch ein regionales Stellen-Matching-Portal mit angestoßen werden, das seit Jahresbeginn 2020 den Schülerinnen und Schülern als Orientierungshilfe auf der Suche nach potenziellen Praktikumsstellen dient.

Aufgrund der besonderen Situation wurde die tatsächliche Durchführung des ersten ISGY-Praktikums nach sorgfältiger Abwägung auf das Frühjahr 2021 verschoben.

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Begabtenförderung

Um die begabten Schülerinnen und Schüler am Gymnasium Ismaning zu fördern, wurde im Schuljahr 2018/2019 eine sogenannte „Akademie“ aufgebaut. Wir arbeiten dabei eng mit dem Werner-Heisenberg-Gymnasium in Garching zusammen sowie mit dem Gymnasium München Nord. Ganz im Sinne des Enrichment werden im Laufe des Schuljahres immer wieder verschiedene Exkursionen und Workshops für die begabten Schülerinnen und Schüler angeboten. Außerdem ist das Projekt „Schule macht Vorlesung“ in der Planung. Im Rahmen dessen werden den Schülerinnen und Schülern zu verschiedenen Themen Vorlesungen von den Lehrerinnen und Lehrern der drei Gymnasien, aber auch von externen Fachkräften geboten. Die begabten Schülerinnen und Schüler werden außerdem immer wieder dazu angeregt, an Wettbewerben teilzunehmen und bei der Bewerbung und Durchführung von unseren Lehrkräften unterstützt.

Medienkonzept und Mediencurriculum

Im Schuljahr 2018/19 entwickelte ein Arbeitskreis aus Lehrkräften unterschiedlicher Fächer das Medienkonzept des Gymnasiums Ismaning. Das Medienkonzept wird von drei Säulen getragen: dem Mediencurriculum, der Fortbildungsplanung und dem Ausstattungsplan. Das Mediencurriculum bildet das Kernstück des Medienkonzepts und besteht wiederum aus einer Schwerpunkt- und einer Medienkompetenzebene. Aufbauend auf Leitlinien und Vorgaben des Kultusministeriums sowie des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung entstand in intensiver Auseinandersetzung mit den Zielen, die die Lehrkräfte am ISGY für ihre Schülerinnen und Schüler verfolgen, ein Curriculum, das alle Schülerinnen und Schüler im Laufe ihrer Schulzeit am ISGY durchlaufen sollen. Dabei wurde darauf geachtet, dass die Kompetenzen aufeinander aufbauen und eine sinnvolle Verteilung der Vermittlung und Anwendung auf die Fächer stattfindet. Das Konzept ist unter Mitwirkung aller Fachschaften entstanden und wurde im Arbeitskreis einer fächerübergreifenden Gesamtschau unterworfen. Der Arbeitskreis Medienkonzept beschäftigte sich im Zuge der Erarbeitung des Medienkonzepts auch mit Fragen der Schulentwicklung. Es liegt somit nun ein Curriculum vor, das aus der Mitte des Kollegiums heraus entstanden ist, die Progression der Kompetenzen berücksichtigt, sowohl eine fachspezifische als auch eine fächerübergreifende Sicht einnimmt und den Besonderheiten des ISGY Rechnung trägt.

Bi, Bm, Di, Er, Hk, Ma, Me, Mt, Wa, Za

MINT

MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften (Physik, Chemie und Biologie in der Schule) und Technik. Gemeinsam haben diese Fachbereiche, dass in MINT-Berufen oftmals Fachkräfte fehlen – in den Naturwissenschaften insbesondere auch weibliche. Auch die Herangehensweise ist in all diesen Fächern ähnlich: man muss sich hineinvertiefen, um Spaß daran zu bekommen. Schülerinnen und Schüler in einem vollgestopften Schulalltag zu einem “Hineinvertiefen” anzuregen, dafür muss die Schule immer eine Extrameile gehen. Dazu sind wir am Gymnasium Ismaning bereit, mit weitgehend Halbklassenunterrichtsstunden zum Experimentieren in Physik und NuT, Förderkursen, mit hervorragend ausgestatteten Fachräumen und vielen schülerzentrierten Materialien, mit diversen kreativen Teamansätzen, um den Lernerfolg zu steigern. Ergänzt durch Eliteförderung und Wahlkurse, wie Robotik, Aquaristik, Kryptologie und Jugend forscht/Schüler experimentieren, führt dies zu einer erfolgreichen Teilnahme an Wettbewerben. Obendrein, dürfen unsere Schülerinnen und Schüler in einem Firmenpartnerprogramm Betriebe besichtigen, am girls’ und boys’ day in Betriebe hineinschnuppern und im Praktikum in der 9. Jahrgangsstufe ein tieferen Einblick gewinnen. Wir freuen uns sehr, dass unsere Bemühungen in unserer noch so jungen Schule bereits im Dezember 2019 mit der Auszeichnung “mintfreundliche Schule” gewürdigt worden ist.

Isgy-ABC

Was finde ich wo? Wer weiß was? Mit wem spreche ich, wenn …? Schüler/innen, Lehrer/innen, Eltern haben immer wieder die gleichen Fragen. Was liegt da näher, als mal das Wichtigste zum Schulbetrieb zusammenzufassen. Gerade in unserer jungen Schule, in der jedes Jahr viele Schüler/innen und auch Lehrer/innen dazukommen, lohnt sich das – für Schüler/innen: Wie und wann bekomme ich Bücher, Ausweis, Krankmeldezettel, …? – und für Lehrer/innen: Wen frage ich zu Computer, Material, usw. …? Das Isgy-ABC in zwei Versionen wurde im Schuljahr 2018/19 erarbeitet und steht seit Beginn 2019/20 für alle zum Download im Portal bereit. Natürlich wird es kontinuierlich erweitert werden.
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Herkules

Mittwoch, 5. und Donnerstag 6. Juni – der Theatervorhang des ISGYs hob sich für das Stück des Unterstufentheaters: Herkules. Die 37 begeisterten Schauspielerinnen und Schauspieler konnten den Tag kaum erwarten, lagen doch zahlreiche Probentage und unzählige Lernstunden hinter ihnen. Endlich war es soweit: Der Vorhang hob sich und Herkules feierte ISGY-Premiere. Die Schülerinnen und Schüler verwandelten sich in Götter, Helden und andere Sagengestalten des alten Griechenlandes und erweckten ein Stück Mythologiegeschichte zum Leben, sodass die Zuschauer das Gefühl hatten selbst Teil des Olymps zu werden. Die jungen Schauspieler/innnen stellten ein phantastisches Spektakel auf die Beine, wuchsen über sich hinaus hinausgewachsen, hauchten dem Stück Leben ein und konnten das Publikum begeistern. Hut ab!

Fotos

Herkules, unehelicher Sohn des Gottes Jupiter, hat es in seiner Kindheit nicht leicht, da er immer anders ist als alle anderen. Zudem wird er von Jupiters Frau und Stiefmutter, der Göttin Iuno, gehasst, die ihn letztlich auch dazu verleitet, im Wahn eine schreckliche Bluttat zu begehen. Um diese Tat zu sühnen und endlich glücklich zu werden, muss Herkules für seinen Großcousin, König Eurystheus, zwölf eigentlich unmögliche Aufgaben erledigen: ein Ungeheuer besiegen und sich mit Powerfrauen anlegen. Dabei bleibt er zuweilen auch mal knöcheltief im Mist stecken.

Der antike Inhalt der mythologischen Sage des Herkules wird nicht verändert, aber komödiantisch modern, frech und kindgerecht dargestellt.

Ab Weihnachten beschäftigte sich die Theater-AG von Frau Wambach und Frau Löchner mit dem gewählten Stück. Auf der Theaterfahrt dann die ersten großen Entscheidungen – wer spielt welche Rolle? Dann ging es los mit dem Text lernen, den Ausdruck verbessern und die Szenen verinnerlichen und ausgestalten. Kostüme mussten geplant, abgesprochen und von den Schauspielerinnen und Schauspielern organisiert und gestaltet werden. Noch tief im Schnee fingen die endgültigen Proben an, Szenen und Sprechweise wurde verfeinert und das Stück nahm nach und nach Gestalt an. In der heißen Endphase waren die Schülerinnen und Schüler dann auch bereit ihren freien Tag (Christi Himmelfahrt) der Kunst zu opfern und probten von morgens bis abends.

 

Die Tochter des Ganovenkönigs

Erste Aufführung des neu gegründeten Unterstufentheaters am 12. und 13. Juni 2018 in der Hainhalle Ismaning. 19 Schauspielerinnen der Klassen 5-7 präsentierten das Stück von Ad de Bont, welches 1998 den Kindertheaterpreis erhalten hatte. Julchen, Tochter des Ganovenkönigs, möchte sich von ihren bösartigen Eltern scheiden lassen, als die entdeckt, dass sie wie ihre Geschwister vor verkauft werden soll. Doch auch die Staatsdiener, ein Richter und ein Kommissar, sind nicht das, was sie scheinen, sondern korrupt und karrieresüchtig. Nur ihre Großmama, um die sie sich liebevoll kümmert, steht ihr zur Seite. Das Stück stellt die Frage nach dem Bösen in der Welt. Am Ende kann Julchen zwar sich und ihr “goldenes Herz” sowie ihre Geschwister retten, nicht aber die Welt der Erwachsenen verändern. Die an sich nur wenigen Rollen wurden von den Darsteller/innen im Wechsel gespielt. Das Publikum erlebte einen nachdenklichen wie unterhaltsamen Theaterabend.

Darsteller/innen:
(Julchens) Helene 6b, Emilia 6a, Veronika 6b, (Könige) Peter 6c, Christian 5a, Colin 7a, (Königinnen) Finja 5b, Sandra 5d, (Großmamas) Nastassja 5d, Maya 6c, (Richter/innen) Daniel 6c, Anna 6a, (Kommissare) Lukas 6b, Stefan 5d, (Erzähler /innen) Jasmina 5e, Jannes 5e, Simon 6c, Frederik 5c, Lukas 5a

Regie und Leitung:
Alexander Volkmann

Technik, Beleuchtung:
David 6a, Quirin 6a, Filipp 6c, Paul 6c, Tim 6a, Andreas Meier, Stefan 6a

Bühnenbild, Requisite, Maske:
Nadine Feitelson, Ramona Gruber, Wolfgang Köppl, Mia 5b, Anna Schumacher, Felicia 6a

Programmheft

Plakate 1 Zitate

Plakate 2 Info

Plakate 3 Darsteller

Rückblick Aufführung

Einrichtung der Fachräume

In Fachräumen werden nicht nur Schränke, Elektroinstallationen, Wasseranschlüsse, Tische und Stühle benötigt, sondern auch Experimente zu Demonstrationszwecken und für Schülergruppen, sowie Modelle und Freihandmaterialien. Dafür haben wir Kataloge gewälzt, das Internet abgesucht und uns Konzepte überlegt. Wir versuchen einerseits auf die Umwelt und andererseits auf die Sicherheit zu achten, obendrein gilt es den Lehrplan umzusetzen. In Natur- und Technik arbeiten wir konsequent mit Kleinstmengen von Reagenzien und in der Elektrik wo immer es geht mit Sicherheitskabeln. Wir überlegen uns genau, wie groß die Arbeitsgruppen sein sollen und stellen in entsprechender Stückzahl Materialien bereit: Damit ein jeder sie anfassen kann. „Begreifen“ leitet sich nicht umsonst vom Wort „greifen“ ab.
Ha Wa