Vorstellung von W-Seminararbeiten

Unsere begabten SchülerInnen und alle SchülerInnen der Q11 konnten am Abend des 22.2.22 an einer Online-Veranstaltung des Gymnasiums München Nord teilnehmen, bei der 4 SchülerInnen ihre W-Seminararbeiten vorstellten. Die SchülerInnen hatten jeweils 10 bis 15 Minuten Zeit, ihr Thema vorzustellen. Im Anschluss konnten ihnen Fragen gestellt werden. Nach anfänglichen technischen Schwierigkeiten, vielleicht auch auf Grund der hohen Teilnehmerzahl von 55, startete die Veranstaltung mit der ersten Vorstellung zum Thema Sexismus in der Lyrik. Anschließend wurde die W-Seminararbeit über das politische Attentat an Yitzhak Rabin vorgestellt. Danach folgten die Herausforderungen Venedigs und nicht zuletzt das Thema Optische Illusionen. Alle vier Themen sind äußerst interessant und sehr kompetent von den SchülerInnen des Gymnasiums München Nord vorgetragen worden. Außerdem gaben die SchülerInnen wertvolle Tipps zur Ideenfindung, zum Erstellen einer Seminararbeit und natürlich auch zu dem Umgang mit möglichen Schwierigkeiten.

8 Projekte bei Jugend forscht/Schüler Experimentieren – 9 Preise gehen heuer an´s ISGY

 

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Mit einem 2. Preis, drei dritten Preisen und fünf sonstigen Preisen war das Gymnasium Ismaning erneut sehr erfolgreich bei Jugend forscht – dieses Mal übrigens dem Regional-Wettbewerb Ingolstadt zugeordnet.

Die 18 Schüler*innen (11 aus der 5. Jahrgangsstufe) waren erst im Herbst gestartet. Natürlich war es dann einschließlich Themenfindung zeitlich schon ziemlich eng. Alle meldeten sich auch beim Wettbewerb an und realisierten tolle Projekte mit sehr viel Herzblut. Aber wie nach dem Wegfall von Frau Dickert 8 Projekte betreuen? Nun, erfinderisch waren wir schon immer und an die Kommunikation über teams haben sich auch unsere „Neuen“ schnell gewöhnt.

Natürlich wäre es uns lieber gewesen, wenn alle Projekte einen Preis bekommen hätten, aber einige unserer besonders fleißigen Projekte wurden mit einem dreifachen oder doppelten Preis bedacht. Aber nun, alle Preise und Projekte nacheinander!

Milena (10a) und Johanna (9c) waren dieses Jahr erneut super erfolgreich: zum ersten Mal bei Jugend-forscht gestartet und gleich ein 2. Platz in der Kategorie Arbeitswelt mit ihrem Projekt „LOCAL – locations allowed“. Corona 2G-Plus, 3G – wer blickt den da noch durch? Mit der sehr hilfreichen App von Milena und Johanna wird es leicht: Nach einer Statusabfrage leuchtet in einer Ismaning-Karte auf, welche Kulturveranstaltung, Restaurant oder Läden man besuchen darf. Die beiden sind gleich mit zwei verschiedenen Programmiersprachen an das Problem herangetreten und habe auch einen kleinen Film zu ihren Ergebnissen gedreht.

Mit einem dritten Preis, dem Sonderpreis Thinking Safety und einem der zwei Sonderpreise für das beste Projekt-Video wurden Nikitas, Arians und Luis´ (alle 5b) Projekt „Grüne Welle für Radfahrer“ in der Kategorie Mathematik/Informatik ausgezeichnet. Als Radfahrer steht man immer an der roten Ampel, obwohl das Fahrrad ein so umweltfreundliches Verkehrsmittel ist. Die drei haben eine perfekte Lösung dafür mit einem Arduino im Modell erstellt: eine Ampel, die die Geschwindigkeit des Radlers misst und zwei Sekunden, bevor der Radler an der Dorfstraße ankommt, die Ampel auf grün schaltet. Davon können Herr Martini, Frau Jürgens und Frau Müller nur träumen!

Einen dritten Preis und den Sonderpreis Energiewende haben in der Kategorie Physik Simon (7b), Niklas (5b) und Jonathan (5d) mit dem Projekt „Sonne rettet Gletscher“ erzielt. Leider hat die Erde ein Langzeitgedächtnis: auch wenn jetzt sofort aller CO2-Ausstoß gestoppt würde, würden die Gletscher in Deutschland abschmelzen. Außer, haben sich die drei gedacht, man kühlt im Sommer die Bereiche, in denen der Gletscher abschmilzt und auch gegebenenfalls freigelegten Permafrostboden. Allein mit geschickter Verschaltung unserer Peltier-Elemente aus den Schüler-Experimentierkästen konnten sie über 10°C abkühlen.

Wer kennt ihn nicht: den nur schwer zu nutzende Platz unter einer Treppe (alles ist schräg) – dabei ist gerade eine rollbare Garderobe im Eingangsbereich so wichtig, wenn dann mal Gäste kommen dürfen. Man glaubt es kaum, das gab es bisher noch nicht. Aber, Luke (9d) und Maximilian (5b) haben getüftelt (so dass u. a. die Bügel nicht herunterrutschen) und sind mit einem dritten Preis in der Arbeitswelt belohnt worden.

Aber auch die „Radwegplanung über den Isar-Steg zur A9“ von Amalia und Tanja (beide 6b) in der Kategorie Geo- und Raumwissenschaften, die es übrigens letztes Jahr bis in den Landeswettbewerb geschafft hatten, findet hohe Anerkennung intern am ISGY.

Übrigens, ebenso wie in derselben Kategorie die Arbeit „Solarkocher Luftballon“ von Amir (7b), dem daran gelegen ist, anderen zu helfen. Er sinnierte an einer Lösung, wie, für ganz wenig Geld, Solaröfen zum Kochen in armen Regionen gebaut werden können.

Und schließlich Mara, Anna und Helena (alle 5a) haben sich mit dem „Papaya-Wunder“ im Kühlschrank beschäftigt. Wenn Ihr wissen wollt, was das ist, nehmt eine ziemlich reife Papaya, schneidet diese längs durch, legt die Schnittflächen sofort wieder aufeinander, alles in den Kühlschrank und nach 4-5 Tagen nachschauen! Die drei haben richtig gut wissenschaftlich gearbeitet. Aber, die Konkurrenz im Bereich Biologie war zu groß.

Nicht zu groß war die Konkurrenz im selben Bereich für Lena (5c) und Sophie (5b) mit Ihrem Projekt „Schokoladen-Zahnpasta“!. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet diese beiden den Sonderpreis beste Teamarbeit abräumen. Aber, wer mit solchem Elan hinter einer Projekt-Idee steht – reißt eben alle mit, auch die Juroren.

Wenn Sie mitgezählt haben, fehlt noch ein Preis – über den werde ich aber nicht berichten.        HA

P.S.: Die neue Runde für nächstes Jahr startet nach den Frühlingsferien. Um Anmeldung wird umgehend gebeten. Bei allzu regem Zulauf werden wir uns ein internes Auswahlverfahren überlegen müssen. Allerdings wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Diese erfolgreiche Teilnahme beim Regionalwettbewerb wäre ohne unsere Projektleitung Frau Dr. Bianca Haier nicht möglich gewesen. Sie hat jedes unserer Projekte mit Herzblut unterstützt, uns motiviert und vorangetrieben. Auch wenn es nicht leicht war, 8 Projekte gleichzeitig zu betreuen, hat sie immer ihre volle Begeisterung und Energie in jedes reingesteckt. Hierfür hat sie die Anerkennung von der Jury des Jugend-Forscht Teams bekommen und den Sonderpreis Einladung zum Workshop „Digitalisierung, Schule und außerschulische Lernorte“ gewonnen.   

Ein Ausschnitt aus der Laudatio: 

Insgesamt 17 Projekte wurden von ihr betreut in nur drei Jahren. Seit 2 Jahren gibt es Online-Wettbewerbe und auch Corona konnte ihr Engagement nicht bremsen. Auch in diesem Jahr hat sie durch ihre Unterstützung einen wichtigen Beitrag geleistet und die von Ihr betreuten Projekte sind sehr gut bewertet worden.  

Auch von unserer Seite möchten wir Frau Dr. Bianca Haier herzlich danken. Durch die wunderbare Zusammenarbeit mit ihr konnten wir gute Ergebnisse in unseren Projekten erzielen und hatten Spaß, an ihnen zu arbeiten. Vielen Dank dafür!
Milena (10a) für die Jungforscher*innen

Klimaexpedition am ISGY

Am Donnerstag, den 17. Februar 2022 haben einige SchülerInnen im Rahmen der Begabtenförderung an einer Klimaexpedition mit dem Schwerpunkt Nachhaltige Mobilität und Reisen teilgenommen.
Herr Holger Voigt ist Diplombiologe und Mitglied von Germanwatch, einer Organisation, die 1991 als Umwelt- und Entwicklungshilfe für Verlierer der Globalisierung (z.B. aufgrund von Hochwasserkatastrophen) gegründet wurde. Mit über 70 Mitgliedern unterstützt Germanwatch zum Beispiel Saúl Luciano, der für einen Staudamm bei seinem Dorf kämpft, das vor Überflutung gefährdet ist. Voigt hat außerdem ein eigenes Projekt namens Geoscopia gegründet. Er geht mit Schulklassen an die frische Luft und erzählt ihnen viel über Tiere und Pflanzen. Durch Geoscopia hat er auch einen eigenen Satelliten, der geostationär auf Afrika und Westeuropa gerichtet ist. Durch die Bilder dieses Satelliten haben wir Wetter und Temperatur bestimmen können. Ein großes Dankeschön geht auch an Atmosfair und den Förderverein des ISGY, die den Vortrag finanziert haben. Atmosfair rechnet zum Beispiel aus, wieviel CO2 durch eine Flugreise verbraucht wird und gleicht diesen Betrag aus.

Die Themen der Expedition waren vor allem: 1. Die Ursachen der Klimakrise, 2. Die Folgen der Klimakrise und 3. Die Handlungsmöglichkeiten.
Als erstes hat uns Herr Voigt von dem Pariser Klimaabkommen erzählt, das 2015 alle bis auf 5 Staaten unterzeichnet haben. Für das dort beschlossene 2-Grad-Ziel müssen wir bis 2050 klimaneutral sein. Dafür müssen alle Kohle- und Atomkraftwerke komplett außer Betrieb genommen werden, es darf kein einziges Hybridauto mehr fahren und der menschliche Fleischkonsum muss um 50 % verringert werden.
Die von Greta Thunberg gegründete Organisation „Fridays for Future“ beklagt aber, dass wir mit allen Maßnahmen, die wir ergreifen, höchstens 3,5 oder 4 Grad schaffen können.
Als nächstes haben wir viel über die Erde aus physikalischer oder astronomischer Sicht gelernt. Wussten Sie zum Beispiel, dass es eine(n) Polarnacht /-tag gibt, da die Erde um 23,4° geneigt ist? Oder dass, wenn die Erde alle 10.000 Jahre etwas „wackelt“ eine Eiszeit entstehen kann? Leider ist der von Menschen produzierte Klimawandel auch auf Satellitenbildern sichtbar. Holger zeigte uns Bilder des Tschadsees, der in kürzester Zeit 10-mal kleiner geworden ist als er ursprünglich war. Ein weiteres großes Problem ist auch die Polarregion, die immer mehr schmilzt.
Das wohl aber erstaunlichste habe ich noch gar nicht erzählt: 1987 warnten bereits die DPG (Deutsche Physikalische Gesellschaft) und die DMG (Deutsche Meteorologische Gesellschaft) in einer Zeitung vor dem Klimawandel und dass dringend Maßnahmen ergriffen werden müssten. Hätte man diese Warnung ernst genommen, hätten wir unser heutiges Problem wahrscheinlich gar nicht, bzw. es wäre schon viel besser (keine Hybridautos, keine Kraftwerke, etc.)!

Zum Schluss unserer Expedition hat uns Herr Voigt noch einmal gezeigt, was wir und auch SIE tun können, um den Klimawandel zu bekämpfen. Kein Autofahren, nur Strom von Händlern nehmen, die ihren Strom aus erneuerbaren Energien ziehen, Solarpanelen auf dem eigenen Dach montieren oder ganz einfach viel weniger Fleisch essen. Übrigens, falls Sie eine revolutionäre Idee gegen den Klimawandel haben, schreiben Sie doch Elon Musk an, mit etwas Glück kauft er Ihnen diese für 100 Millionen Euro ab :-).

Tun Sie etwas für die Umwelt und helfen Sie unserem Planeten!!

Benedikt Schenk, 8c

 

Wasserkraft-erneuerbare Energien

Im Rahmen der Vorlesungsreihe des Gymnasiums München Nord zum Oberthema Wasser durften am 27.01.2022 wieder einige der begabten SchülerInnen des ISGY an einer Online-Vorlesung zum Thema „Wasserkraft – erneuerbare Energien“ teilnehmen. Zunächst bekamen die SchülerInnen einen kurzen Überblick über die Geschichte und Entwicklung der Wasserkraft. Die Funktionsweise der verschiedenen Arten von Wasserkraftwerken wurde im Anschluss daran genauer erläutert und jeweils anhand von konkreten Beispielen erklärt. Es wurde dabei auch zwischen Wasserkraftwerken in Binnengewässern und Wasserkraftwerken im Meer unterschieden. Zuletzt bekamen die SchülerInnen einen Eindruck von der Bedeutung der Wasserkraft. Während weltweit 15,9% der erneuerbaren Energie durch Wasserkraft gewonnen wird, sind es in Deutschland nur 2,6%. Bisher spielt die Windkraft mit 17,3% zumindest in Deutschland noch eine größere Rolle. Dies könnte sich jedoch in den nächsten Jahren ändern.

Wasser – ein seltsames Molekül und seine verrückten Eigenschaften

Im Rahmen der Vorlesungsreihe des Gymnasiums München Nord zum Oberthema Wasser durften am 12.01.2022 auch einige der begabten SchülerInnen des ISGY an der Online-Vorlesung zum Thema „Wasser – ein seltsames Molekül und seine verrückten Eigenschaften“ teilnehmen. Es wurden dabei spannende Fragen geklärt, unter anderem warum ein Wasserläufer nicht unter geht, warum sich die Borsten eines Pinsels erst zusammenziehen, nachdem sie in Wasser getaucht wurden, warum es in Irland keine großen Temperaturunterschiede und viel Niederschlag gibt, während die Temperaturunterschiede in Usbekistan sehr groß sind und es im Sommer kaum regnet sowie warum man sich bei Pizza Hawaii an der Ananas verbrennt und warum Fische im Winter nicht ertrinken. Außerdem erfuhren die SchülerInnen, wie und warum sich Schneekristalle bilden – und das alles in nur knapp einer Stunde!

Der (un)sichtbare Weg des Wassers

Schon seit längerem ist eine Kooperation mit dem Gymnasium München Nord im Rahmen der Begabtenförderung geplant. Am 21.12.2021 war es dann endlich so weit. Unsere begabten SchülerInnen durften zum ersten Mal an einer gemeinsamen Online-Vorlesung mit den begabten SchülerInnen des Gymnasiums München Nord teilnehmen. Dort finden dieses Jahr mehrere Vorlesungen zum Oberthema Wasser statt, die von Lehrkräften des Gymnasiums München Nord gehalten werden. Das heutige Thema war der „Der (un)sichtbare Weg des Wassers“ – ein geheimnisvoll klingendes Thema, welches den SchülerInnen einen Einblick in den Wasserkreislauf, die Rolle des virtuellen Wassers und die Rolle der Meeresströme geboten hat. Außerdem konnten die SchülerInnen ihren eigenen Wasserfußabdruck ermitteln und dabei sehen, womit sie am meisten virtuelles Wasser verbrauchen. Selbst nach 90 Minuten hatten die SchülerInnen noch nicht genug, sodass die Vorlesung sogar etwas länger ging als geplant, nicht zuletzt weil die SchülerInnen fleißig mitdiskutierten.

A Christmas Carol im Amerikahaus

Die Weihnachtszeit steht an. Es ist eine magische Zeit. Um dieser etwas vorzufühlen, haben sich 19 SchülerInnen am 20.12.2021 ins Amerikahaus nach München begeben.  Auch wir hatten die Chance dies zu tun.  Es handelte sich um ein englisches Theaterstück namens “A Christmas Carol” von Charles Dickens.

 

Nach einer etwas längeren S-Bahn-Fahrt kamen wir im Amerikahaus an, und wurden direkt in den Theatersaal geführt. Nun fing das Theaterstück an.

 

Dessen Essenz beschreibt einen reichen Businessmann, ca. im 19ten Jahrhundert, der sich als Charakter entwickelt. Anfänglich auf das Geschäft fokussiert, und keine Empathie zeigend, wird ihm seine Vergangenheit gezeigt, inklusive der verpassten Liebe, sowie seine Zukunft, inklusive seines eigenen Todes, über den sich seine Schuldner freuen. Dieser Anblick bewegt den Protagonisten sehr, und er entscheidet, der Reichtum seie nur wertvoll, wenn man ihn mit anderen teilt.  Auch Weihnachten als Fest beginnt er zu schätzen.

Es ist eine altmodische Version des Filmes “the Grinch”, geprägt von Werten der Freundlichkeit, Nächstenliebe und Familie.

Die Übermittlung dieser Werte ist gelungen, und stellt ein in sich geschlossenes pädagogisches Ereignis dar, welches den verpassten Schulbesuch wohl wert war.

 

Nachdem wir uns dieses Theaterstück angesehen hatten, begaben wir uns wieder zurück zur Schule wo diese Exkursion auch beendet wurde.

 

Abschließend lässt sich sagen, dass uns diese Erfahrung großen Spaß gemacht hat und wir dies auch gerne wiederholen würden. Wir fanden die Vorstellung äußerst lehrhaft und spannend.

 

 

Benjamin und Ilia, 9c

Autorenlesung mit Margit Ruile

Am 03.12.21 fand eine Autorinnenlesung statt, an der alle Schüler:innen der Akademie aus den 9. und 10. Klassen die Möglichkeit hatten, teilzunehmen. Per Livestream konnten wir der Autorin Margit Ruile zuhören, wie sie Teile ihres neuen, in der Zukunft spielenden Jugendbuchs „Der Zwillingscode“ vorlas und dazu, aber auch zu ihrer bisherigen Karrierelaufbahn, Fragen beantwortete.

Margit Ruile ist eine Münchner Autorin. Sie studierte an der TU München Film und startete ihre Karriere als Drehbuchautorin. Ihren Weg zu Romanen fand sie dann durch eine Kollegin. Mittlerweile hat sie mehrere Kinder- und Jugendbücher verfasst. „Der Zwillingscode“ ist ihr neuestes Buch.

Der futuristische Jugendthriller handelt dabei von einem Teenager, genannt Vincent, welcher, im Jahre 2050, mechanische Haustiere repariert. Als eines Tages eine alte Frau mit einer solchen mechanischen Katze seine Dienste beanspruchen möchte, stellt dies das Leben des Jungen völlig auf den Kopf.

Der Grundgedanke des Buches beruht auf der Frage, was passiert, wenn Menschen Dinge erschaffen, die uns nicht mehr brauchen. Margit Ruile hatte schon früh eine Faszination für Zukunftszenarios und technische Vorgänge im Allgemeinen.

Im Moment schreibt sie jedoch wieder an einem Kinderbuch. Ein langjähriger Traum von ihr wäre es aber einmal einen Netflix Film, mit Vorlage ihres Buches oder Drehbuches, produzieren zu können.

 

Von Mihret und Helene

Besuch der FORSCHA-Mittmachmesse

Für 25 Schülerinnen und Schüler der 6. bis 9. Klasse hieß es auch dieses Jahr wieder: Schule frei! Na ja, nicht ganz. Die SchülerInnen besuchten gemeinsam mit Herrn Haller und Frau Löchner am Freitag, den 08.10.2021 die FORSCHA-Mittmachmesse im Verkehrszentrum des Deutschen Museums. Dort gab es für sie viel zu erkunden und tüfteln und das in sehr vielen Bereichen z.B. der Chemie, Biologie, Mathematik, Physik und Informatik, aber auch der Kultur und Gesellschaft. Die SchülerInnen konnten beispielsweise bei einem virtuellen Weltraumspaziergang Einblicke in unsichtbare Welten erhalten, ihre Muskelkraft beim Schnellkurbeln messen und dabei einen Zug in Bewegung setzen und über den Molekularantrieb lernen, Minerale unter dem Mikroskop begutachten, mithilfe von Quantenwürfeln, die Quantenwelt entdecken und die eigene Haardicke messen sowie vieles mehr. Zum Abschluss durften die SchülerInnen noch an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Leinen los – klar zur Rohstoffwende“ mit Kristina Frank, der Kommunalreferentin der Landeshauptstadt München und Ersten Werksleiterin des Abfallwirtschaftsbetriebs München, mit Stephan Riemann, dem Geschäftsführer von Lightcycle Retourlogistik und Service GmbH München, mit Prof. Martina Hofmann der Lehrstuhlinhaberin „Erneuerbare Energien“ an der Hochschule in Aalen, mit Klara Bosch von Fridays for Future und nicht zuletzt Holger Voigt von Geoscopia, teilnehmen, und bekamen viel Lob für ihre reflektierten und gehaltvollen Beiträge. Insgesamt war die Zeit auf der FORSCHA-Messe viel zu kurz, denn es hätte noch so viel mehr zu entdecken gegeben.

Rohstoffexpedition

Am gestrigen Mittwoch, den 6.10, haben einige Schüler aus dem ISGY an einem Vortrag über Recycling und Rohstoffe teilgenommen.

Zuerst stellte sich der Dozent, Holger Voigt, vor. Er ist Mitglied bei Germanwatch, einer großen Umweltorganisation, die unter anderem bei internationalen Klimaverhandlungen teilnehmen, Leuten, die vom Klimawandel betroffen sind, helfen und außerdem auch für nachhaltige Bildung sorgen.

Zudem hat Herr Voigt zusammen mit seinem Freund, Herr Fliegner, einen Verein, namens „Geoscopia“ gegründet. Dieser hält Vorträge in Schulen und geht mit jüngeren Kindern in die Natur, um Tiere und Pflanzen zu sammeln.

Dann wurde uns die Frage gestellt, ob wir jemanden kennen, der so eine Glühbirne bei sich zuhause hat:

Der Verkauf so einer Glühbirne wurde nämlich 2009 verboten, da sie zu viel Wärme und zu wenig Licht abgab. Der Nachfolger der Glühbirne war dann die Energiesparlampe, die wiederum aber auch am 1. September dieses Jahrs verboten wurde, da in der Lampe kleine Mengen an Quecksilber vorhanden sind, welches austritt, sollte die Lampe kaputtgehen.

Das bringt uns zu einer anderen Firma, nämlich Lightcycle. Diese Firma recycelt eben solche Lampen und Glühbirnen.
Also: Alte Lampen auf keinen Fall einfach so wegschmeißen, sondern auf einem Wertstoffhof entsorgen. Wer sich nicht sicher ist, auf welchen Wertstoffhöfen man seine Lampen entsorgen kann, kann gerne mal auf der Homepage von Lightcycle vorbeischauen.

Herr Voigt hat uns erzählt, dass er auf mehrere Satelliten bzw. ihre Bilder Zugriff hat.
Von einem dieser Satelliten hat er uns auch Bilder gezeigt. Wir haben im Zeitraffer den Wechsel von Tag und Nacht, Wetter und Temperaturen gesehen. Herr Voigt hat uns anhand eines Satellitenbildes von Peru Gletscher, den Titicacasee und auch Brände im Regenwald gezeigt sowie einen Salzsee, in dem Lithium abgebaut wird:
Zuerst wird das Grundwasser hochgeleitet, dann bleibt durch Verdunstung des Wassers nur noch das Salz übrig, an dem das Lithium hängt. Lithium braucht man für eines der wichtigsten Gegenstände momentan: Batterien.

Leider ist die Nachfrage für Lithium in den letzten Jahren durch Elektroautos und Handys so stark gestiegen, dass die umliegenden Bauern Probleme mit ihren Feldern bekommen, da ihnen die Verbindung zum Grundwasser fehlt.

Durch ein Satellitenbild konnten wir außerdem einen der größten Ursprungsorte eines weiteren wichtigen Rohstoffes für Handys sehen: die Yanacocha-Goldmine.
Dort funktioniert es folgendermaßen: Zuerst werden Berge gesprengt, um anschließend wieder zu einem Berg aufgeschüttet zu werden. Dieser Berg wird dann von Blausäure geflutet, welche Gold und Silber von dem Gestein löst. Anschließend fließt die Säure in einen See und die Edelmettale bleiben oben. In einer Tonne Handys sind übrigens 250g Gold drinnen.

Ein anderer Rohstoff wird nahe bei Köln, im Ruhrgebiet abgebaut, nämlich Braunkohle. Dadurch musste leider sehr viel von dem umliegenden Wald abgebrannt werden.

Als letzter Programmpunkt standen allgemeine Klimaprobleme an, z.B. das Schmelzen der Pole oder auch, dass die Leute z.B. jedes Jahr ein neues Handy brauchen, beziehungsweise sich kaufen. Rethink, Refuse, Reduce, Repair, Recycle, Reform und React war das Ziel und Motto des sehr interessanten und aufschlussreichen Vortrags. Ein Dankeschön nochmal an Herr Voigt, der das alles sehr freundlich und verständlich erklärt hat!

Benedikt Schenk und Lenni Wladar