Selbstbewusst und Verbunden: Graffiti-Projekt der Jahrgangsstufen 8 und 9

Zwölf Schülerinnen und Schüler haben gemeinsam mit dem Verein „Ismaning bleibt bunt e.V.” und dem Graffiti-Künstler Max Strasser ein eigenes Kunstwerk für den öffentlichen Raum gestaltet. Am ersten Tag entwickelten sie in einem Werte-Workshop ihre Botschaft und einigten sich auf zwei Begriffe: Selbstbewusst und Verbunden. Am zweiten Tag setzten sie diese unter professioneller Anleitung mit der Spraydose um.

Präsentiert wird das Werk erstmals beim Sommerfest am Dienstag, 28. Juli, von 16 bis 19 Uhr. Im Oktober ist es Teil der „Langen Nacht der Demokratie”, anschließend im Schulfoyer zu sehen. Das Projekt wird zudem beim bayernweiten Wettbewerb „Eine Klasse für sich und andere” unter der Schirmherrschaft von Kultusministerin Anna Stolz eingereicht.

Workshop Unsetzung in Kooperation mit StRefin Andrea Breit und StRefin Jelena Pachtner, Fachschaft Kunst Gymnasium Ismaning

Thementage „Alltagskompetenzen“ in den 8. Klassen

Im Laufe des Schuljahres fanden für die 8. Klassen über das Jahr verteilt verschiedene Projekte und Veranstaltungen zum Rahmenthema „Alltagskompetenzen“ statt. Ziel dieser Thementage ist es, Kompetenzen zu fördern, die weit über den regulären Unterricht hinausgehen und die Jugendlichen auf alltägliche Herausforderungen vorbereiten sollen.

Zu den verpflichtenden ganztägigen Veranstaltungen gehörten in diesem Schuljahr ein Projekttag zur Drogenprävention, ein Gerichtsbesuch, ein Einführungskurs ins Programmieren mit der Hacker School sowie der Aktionstag „Check your Risk“, bei dem sich alles rund ums sichere Fahrradfahren drehte.

Den Abschluss der Thementage bildeten die beiden Projekttage am 22. und 23. Juli, bei denen die Schülerinnen und Schüler aus einem vielfältigen Projektangebot selbst wählen und ihren persönlichen Interessen nachgehen konnten.

Zur Wahl standen in diesem Jahr:

  • Geocaching
  • Selbstbehauptung und Selbstverteidigung
  • „Ich will auf eigenen Beinen stehen! – Was kostet das Leben?“
  • Klimafrühstück
  • Bavarian Line Dance
  • GESTÄRKT – in der Schule, für die Schule, aus der Schule!
  • Outdoor-Fitness
  • Ismaning bleibt bunt – Deine Werte

Die große Bandbreite der Projekte zeigt, wie vielfältig Alltagskompetenzen sein können: vom verantwortungsvollen Umgang mit der eigenen Gesundheit über finanzielle Bildung und Umweltbewusstsein bis hin zu Bewegung, Teamgeist und gesellschaftlichen Werten.

Hier einige Impressionen der beiden Projekttage im Juli!

 

Icebreaker – Depression im Jugendalter

Eine Theaterpremiere der ganz besonderen Art fand am 10. Juli 2026 für die 8. und 9. Klassen statt. Eine Gruppe von Schüler*innen hatte in der Projetkwoche zuvor mit der Theaterpädagogin Annika Schweizer das Thema Depression im Jugendalter spielerisch aufbereitet. In nur vier Tagen wurd das Stück mit Jugendlichen  eingeprobt.

Stell dir vor, du bist für 60 Minuten Psychiater*in und darfst diagnostizieren. Beim Theaterstück Icebreaker wird das gesamte Publikum zum Facharztkollektiv. Welche der Figuren auf der Bühne sind an einer ernsthaften Depression erkrankt, und welche sind einfach nur “schlecht drauf”. Kann man das überhaupt anhand einer Checkliste unterscheiden?  Das Publikum wurde während der Aufführung immer wieder aufgefordert, Stellung zu dem auf der Bühne Dargebotenen zu nehmen und sich damit auseinanderzusetzen. Die Schüler*innen konnten erkennen, dass sich psychische Erkrankungen oft schleichend und zunächst unbemerkt entwickeln. Sie lernten Verdachtsmomente einer beginnenden oder vorhandenen Depression zu erkennen und diese anzusprechen. Vor allem aber lernten sie, dass Depression eine heilbare Krankheit ist. Durch theaterpädagogisches Erleben fand sich ein neuer anderer Zugang zu der Erkrankung Depression und zu der Problematik der in der Familie Beteiligten, besonders die der Geschwisterkinder. Die interaktive und dadurch sehr intensive und persönliche Auseinandersetzung nahm der Krankheit das Fremde und schuf Verständnis für Erkrankte und ihr direktes Umfeld.

 

Das Projekt wurde von der Agentur „kunstdünger“ am Isgy durchgeführt und war sowohl für die 9 Darsteller*innen als auch für das Publikum äußert bereichernd. Initiatorin für dieses an sehr vielen bayerischen Schulen durchgeführten Projekts ist die AOK-Bayern. Schirmherrinnen sind die bayerische Kultusministerin Anna Stolz und die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach.

Hochwasservorsorge-Projekt in Ismaning

Vom Klassenzimmer zum Infostand – Hochwasservorsorge in Ismaning

Dass Hochwasser längst auch Ismaning betrifft, zeigte sich zuletzt ganz konkret im Jahr 2024. Überschwemmte Straßen, vollgelaufene Keller und verunsicherte Anwohner und Anwohnerinnen machten deutlich: Hochwasser ist kein abstraktes Phänomen mehr – es ist real, es ist vor Ort, und es wird durch den Klimawandel in Zukunft noch häufiger und heftiger auftreten.
Mit genau dieser Ausgangslage beschäftigten wir uns im Rahmen unseres P-Seminars und stellten uns folgende Frage: „Wie können wir die Bürgerinnen und Bürger in Ismaning über Hochwasser aufklären und zur Vorsorge anregen?“
Um fundierte Antworten auf diese Frage zu finden, starteten wir mit intensiver Recherche und holten uns fachkundige Unterstützung. Besonders wertvoll waren die Einblicke von Herrn Prof. Wolfgang Rieger von der Technischen Hochschule Deggendorf (Mann von Frau Rieger), der uns in einem anschaulichen Vortrag die Grundlagen der Hochwasserentstehung und die konkreten Gefahren für unsere Region vermittelte. Außerdem erhielten wir Informationen und Unterstützung vom Wasserwirtschaftsamt München, das uns sowohl fachlich als auch materiell zur Seite stand. Auch Herr Miedl vom Umweltamt der Gemeinde Ismaning war ein wichtiger Ansprechpartner, da er unsere Fragen über Hochwasserschutz in Ismaning beantwortete und unser Projekt finanziell unterstützte.
Über das Schuljahr hinweg entwickelten wir auf dieser Grundlage unser Projektziel: einen Infostand, der nicht nur informiert, sondern auch zum Mitmachen, Nachdenken und Handeln anregt. Am Samstag, 31. Mai 2025 war es dann so weit: Beim Flohmarkt vor der Bücherei Ismaning setzten wir unser Vorhaben in die Tat um.
Unser Infostand war vielfältig und ansprechend gestaltet:
Ein selbst gestalteter Flyer fasste kompakt die wichtigsten Infos rund um die konkreten Hochwassergefahren in Ismaning und einfache Vorsorgemaßnahmen zusammen. In persönlichen Gesprächen traten wir mit vielen Bürgerinnen und Bürgern in den Dialog – manche zeigten sich überrascht, andere hatten bereits in der Vergangenheit Erfahrung mit Hochwasser gemacht. Wieder andere wollten sich aber gar nicht aufklären lassen, da sie „doch im zweiten Stock wohnen und nicht betroffen [seien]“. Ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig Aufklärung ist. Ein Highlight unseres Infostandes war das vom Wasserwirtschaftsamt zur Verfügung gestellte Wasserdruckmodell, das die Kraft von Wasser sichtbar und begreifbar machte. Für Kinder gab es eine Tombola mit Pixi-Büchern und Süßigkeiten – ein kleiner Anreiz, der große Wirkung zeigte: Während die Kinder sich über ihre Gewinne freuten, kamen wir oft ganz nebenbei mit den Eltern ins Gespräch.
Unser Fazit? Wir haben nicht nur viel über Wasser, Risiken und Schutzmaßnahmen gelernt, sondern auch über Projektmanagement, Teamarbeit und Öffentlichkeitsarbeit. Und vor allem: Wir konnten mit unserem Infostand tatsächlich etwas bewegen, im Kleinen, aber ganz konkret und durchaus erfolgreich.

(Niklas Risinger)

The State of the Union: Wohin geht es mit der Demokratie in den USA?

Das war ein Highlight: Dr. Jerôme Schäfer, Politikwissenschaftler aus der LMU, gab in einer kurzen Vorlesung Hintergründe zum politischen System und der Präsidentschaftswahl 2024/2025. Ja, die Gesellschaft in den USA ist in vielen Fragen der Alltagspolitik gespalten, aber in einigen großen Fragen, wie der Zustimmung zur freiheitlichen Demokratie, herrscht weitgehend Einigkeit.

Prof. Dr. Michael Hochgeschwender, Amerikanistik in der LMU, Reymer Klüver, Betreuer der ‚Themen des Tages‘ in der SZ und Dr. Vanessa Vollmann, aus den American Studies der Uni Passau, führten die Diskussion fort. Unsere Moderatorinnen und Moderatoren (Aliya Volodarski, Felix Wieland, Mia Reinke, Moritz Meske, Nina Hesse und Simon Schützenberger) lenkten uns brillant durch den Tag und lieferten kritische Gesprächsimpulse. Herr Hochgeschwender und Herr Klüver waren sich recht einig, dass wir uns keine akuten Sorgen um die Demokratie in den USA machen sollten, da das amerikanische Volk demokratiebewusst bleibt, wohingegen Frau Vollmann durchaus vor der Einschränkung individueller Freiheitsrechte warnte, die bereits stattfindet – insbesondere mit dem Blick auf Rechte von Minderheiten. Einig waren sich die Expertinnen und Experten in der Botschaft ans ISGY: Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, sondern sie ist dynamisch und sollte gepflegt und gelebt sein. Oder wie Simon Schützenberger sagte: „Demokratie lebt von Austausch, Kompromiss und kritischem Hinterfragen“. Gut, dass wir Jugendliche haben, die bereit sind, aktiv mitzugestalten!

Herzlicher Dank an den Besuch der Expertinnen und Experten und den Besuch der Jugendlichen aus Unterföhring und Garching!

 

Mutmacher am ISGY

+++ Workshop im Rahmen der Studien- und Berufsorientierung (STUBO) zur Selbsterkundung für die Schülerinnen und Schüler der Q12 +++

Ein erfahrener Trainer von MEIN-MUTIGER-WEG bot den jungen Erwachsenen wertvolle Anregungen, mit denen die Planung der eigenen Zukunft sowie eine bewusste Entscheidung für den Weg nach der Schule angeregt wurde. Diese beispielhaften Fragen waren dabei:
– Welche persönlichen Kriterien habe ich für meine Berufswahl?
– Welche Möglichkeiten gibt es, verschiedene Berufe zu erkunden?
– Welche Ziele und Träume habe ich?
– Wie kann ich mutige Entscheidungen treffen?

Insgesamt war es ein gewinnbringender Vormittag in positiver Atmosphäre, bei dem die SchülerInnen ihrem „Ikigai“ etwas nähergekommen sind, also „dem, wofür es sich zu leben lohnt“.

Ein Erfahrungsbericht zum White Horse Theatre von Maria Verbitski (11b)

Romeo and Julia
…die wohl bekannteste Liebesgeschichte überhaupt. Am Montag, dem 09.12.24, haben sich die 10. und 11. Klassen im Foyer versammelt, um Shakespeares Stück des „White Horse“ Theaters anzuschauen.
Gebannt wurde das Bühnenbild inspiziert: eine Leinwand mit mystischem Mond – dem ewigen Begleiter aller Verliebten, blumenbesetzte Vorhänge und eine pinke Leiter. Stopp, eine Leiter?! Die Zuschauer, die dieses klassische Stück kannten, ahnten es schon: es ist Julias Balkon. Aber nicht nur das, wie sich später herausgestellte: es war die Darstellung eines Balkons, eines Bettes, eines Sessels und am Ende sogar eines Grabes…
Aber da traten auch schon die Schauspieler auf die Bühne, allesamt junge Erwachsene und englische Muttersprachler. Also fing sie an: Shakespeares tragische Liebesgeschichte – auf seiner Muttersprache, in Englisch. Wir verfolgten gespannt das Geschehen, erst etwas verwirrt, doch dann mitgerissen in die Geschichte des ewigen Hasses zweier Familien und der blinden, leidenschaftlichen Liebe zweier Kinder dieser Feindseligkeit, ihres tragischen und romantischen Todes…
Liebe und Zwietracht, Freundschaft und Feindschaft, Vergebung und Zorn, durch diese Kontraste verdeutlichte Shakespeare uns, den Zuschauern, dass alter Hass oft eine unzugängliche Mauer ist, die uns den Weg zur wahren Glückseligkeit versperrt.
Leidenschaftlich, poetisch, dramatisch, fesselnd, aber auch lustig, so konnte man das Theaterstück „Romeo und Julia“ in der Ausführung des „White Horse“ Theaters beschreiben. Wir haben uns sehr gefreut und werden auf erneuten Besuch dieses fabelhaften Quartettes warten.

Englisches Theater am ISGY

Am 9.12.2024 hatte das ISGY das englischsprachige White Horse Theatre zu Gast. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6 bis 11 hatten die Möglichkeit, professionelle englische SchauspielerInnen in drei verschiedenen, auf die Altersstufe angepassten Stücken zu erleben. Sie tauchten in die Welt von Robin Hood ein, erlebten eine Coming-of-Age-Geschichte in London und verfolgten die dramatische Liebesgeschichte von Romeo und Julia im englischen Original.

 

Nabo-Fahrt

Vom 25.-27.11. fuhren 14 der Nachhaltigkeitsbotschafter*innen des Isgy aus den Klassen 6 bis 12 in die Jugend siedlung Hochland in Königsdorf. Es galt sich der eigenen Rolle weiter bewusst zu werden und Kompetenzen für die Vermittlung von Wissen und Aktionen zu erproben, das eigene Wissen über die komplexen Wirkungszusammenhänge von Gesellschaft, Umwelt, Natur, Klima und Zukunft zu erweitern und die nächsten Aktionen in der Schule zu planen. So war Zeit zur Vorbereitung des Do-It-Yourself-Bastelstands auf dem Weihnachtsbasar und die Planung des Umwelttags für die 6. Klassen am 15. Januar.