Meetings ohne Ortsangabe

Zurzeit befinden wir uns, schulisch betrachtet, im größten digitalen Feldversuch seit Angedenken. Oder wie Herr Martini dies ausdrückt, die digitale Unterrichtsentwicklung hat in den letzten 1,5 Wochen einen Quantensprung getan (der zugegeben seinen Preis hat, vgl. Nerven des Schuleiters, der Elternbeiräte, der Kinder und Eltern und die Augenringe der Lehrkräfte, besonders derer aus Fächern mit intensiven Erklärungsbedarf – aber darum soll es hier nicht gehen).
Heute hat zum ersten Mal eine digitale Liveschaltung der 9b stattgefunden (alle bis auf drei!), mit dem Zweck, dass Fragen zum Physikunterricht gestellt werden konnten. Es war ein Wagnis! Es war spitze von Schülerseite vorbereitet worden, denn die Klasse hatte schon gestern einen Feldversuch diesbezüglich unternommen, und es klappte super!
Für die, die es interessiert: dies ist u.a. mit microsoft teams möglich, welches die Schule über www.office.com bereitstellt und zwar mit dem normalen Schülerloggin „meinBenutzernameImSchulportal“@isgy-schueler.de Passwort: wie bei www.isgy-intern.de . Dann einfach Office-Teams auswählen. Man kann es auf dem Handy betreiben oder PC/Tablett. Auch die Schülerinnen und Schüler können zu Übungszwecken einen Chat ansetzen. Wer es auf dem Handy versucht: dort genauso einloggen, eventuell muss noch eine Zusatz App für Ton und Video heruntergeladen werden. Der Ton muss laut gestellt bzw. Video für die App erlaubt sein. Wir bitten ausdrücklich darum die chat-und Videomeeting Funktionen von teams nur für schulische Zwecke zu nutzen – das Internet ist allgemein sehr überlastet im Moment.
Seit dieser Woche ist teams im Einsatz am ISGY. Es ist auch für uns Lehrkräfte, nicht nur für Schülerinnen und Schüler (sowie hilfsbereite Eltern – achtet auf Selbstständigkeit, die Eltern sollten nur Hilfe zur Selbsthilfe geben!) eine gewaltige Kraftanstrengung mit den neuen Medien zurecht zu kommen. In einem Blitzlicht haben die Schülerinnen und Schüler der 9b während der Liveschaltung darüber berichtet. Aber wir kamen alle darin überein: es war aller Aufwand Wert für unsere Momente der Facetime – selten so glückliche Gesichter im Physikunterricht gesehen!
Alle konnten auch kurz berichten wie es ihnen geht! Es wurde erzählt, dass es für einige noch bis Mitte der Woche schwierig war in einem Lernrhythmus zu kommen, aber dass es jetzt läuft. Es werden verschiedene Strategien verfolgt: Aufträge zu einem Tag an diesem selbst, bevorzugt nach Stundenplan, zu bearbeiten und die Wochenplanaufgaben dafür entsprechend aufteilen. Einige wenige erledigen erst den Wochenplan für die Hauptfächer und dann die Nebenfächer. Manchmal bleibt auch ein Fach für das Wochenende liegen – wurde aber nicht als schlimm empfunden. Schon früher hatten einige berichtet, dass sie hin- und wieder Partnerarbeit über das Telefon durchführen.
Bei teams läuft das so ab, dass immer diejenigen die sprechen, zu sehen sind, maximal 4 Personen gleichzeitig. Es bietet sich an, dass wenn man länger nichts sagt, auf stumm zu schalten, damit alles ein bisschen verständlicher wird. Die anderen sehen, dass stumm geschaltet ist und weisen einem schon darauf hin, wenn man mal vergessen hat das Mikrofon einzuschalten.
Am Schluss schrieb ich der 9b in den Chat: Euch allen Danke, dass Ihr Euch am Vortag schon um die Chateinrichtung bemüht habt. Ausdrücklich meinen Dank und auch Grüße, an die Eltern, Geschwister, Freunde, etc, die Euch dabei unterstützt haben. Ich weiß nicht wie es Euch erging (wahrscheinlich schon gestern – denn Ihr habt Euch gestern zum ersten Mal wieder alle gesehen), seelisch betrachtet, habe ich mit dem bisschen Normalität (o.k. mit Rauschen, teilweise schlecht zu verstehen und immer nur vier Personen gleichzeitig auf dem Bildschirm) bereits Glücksmomente erlebt! Man sieht, mit wie wenig man nach Enthaltsamkeit wieder zufrieden zu stellen ist. Es geht nichts über den persönlichen Kontakt und den Dialog. Grüße, HA

Gymnasium Ismaning als »MINT-freundliche Schule« geehrt

MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Am 03.12.2019 hat das Gymnasium Ismaning das Gütesiegel »MINT-freundliche Schule« erhalten. Damit wird das ISGY-Engagement im naturwissenschaftlichen Bereich für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Unternehmen sowie die Öffentlichkeit durch die Ehrung sichtbar und von der Wirtschaft nicht nur anerkannt, sondern auch besonders unterstützt. Bundesweite Partner der Initiative »MINT Zukunft schaffen« zeichnen in Abstimmung mit den Landesarbeitgebervereinigungen und den Bildungswerken der Wirtschaft diejenigen Schulen aus, die bewusst MINT-Schwerpunkte setzen.

Die Schulen werden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess an dem mehr als 50 ehrenamtliche Gutachter beteiligt sind. Nur 5% der Schulen Deutschlands dürfen sich bisher »MINT-freundliche Schule« nennen.

Das Gymnasium Ismaning hat als wirtschaftswissenschaftliches und sprachliches Gymnasium diese Ehrung im ersten Anlauf noch als junges Gymnasium erhalten. Ausschlaggebend waren dafür das vielfältige Engagement in klassenübergreifenden MINT-Projekten, die umfangreiche Begabtenförderung, die schülerzentrierte, Experiment basierte Ausbildung in überwiegend kleinen Lerngruppen, das Engagement mit ortsansässigen Firmen und nicht zuletzt die hervorragende Ausstattung der Schule im MINT-Bereich.

Damit ist ein weiterer Baustein bei der Profilbildung des Gymnasiums Ismaning gelegt. Zum Engagement in den Fremdsprachen einschließlich des rein neusprachlichen Zweigs, Spanisch als dritter Fremdsprache und einem Austausch mit Madrid und dem starken wirtschaftwissenschaftlichen Profil, bei dem alle Schülerinnen und Schüler ab diesem Schuljahr vom organisatorisch und inhaltlich professionell begleiteten Betriebspraktikum der 9. Jahrgangsstufe profitieren, gesellt sich die nun zertifizierte MINT-Initiative. Gleichzeitig nehmen die Schülerinnen und Schüler in hohem Maß mit Herzblut und Engagement das breit gefächerte Angebot aus dem künstlerischen, musischen und sportlichen Bereich wahr und sind sozial aktiv.

Das Bild zeigt neben den Vertretern der Initiative „MINT-freundliche Schule“ und des Kultusministeriums den Schulleiter des Gymnasiums Ismaning und die MINT-Beauftragte des ISGY, die den MINT-Bereich am Gymnasium Ismaning koordiniert, die Bewerbung angestoßen und die Zertifizierungsunterlagen zusammen getragen hat, Frau Dr. Bianca Haier.

Foto c Fabian Vogl
Von links nach rechts Markus Martini, Direktor Gymnasium Ismaning, Dr. Bianca Haier, Fachkoordinatorin Physik, Thomas Sattelberger MdB, Vorsitzender MINT Zukunft e.V.; Ministerialdirigent Adolf J. Präbst, Leiter Abt. V (Gymnasien), Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus; Dr. Christof Prechtl, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der bayerischen Wirtschaft e. V.; Judith Herrmann, MINT-Koordinatorin Bayern für „MINT Zukunft schaffen!“; Dr. Wieland Holfelder, Entwicklungschef Google Deutschland und Leiter des Münchner Entwicklungszentrums; Markus Fleige, Technik begeistert e.V.; Dr. Sebastian Groß, The Mathworks GmbH; Roger Wolf, Christiani (Dr. Paul-Ing. Christiani GmbH & Co. KG).

Wer ist eigentlich die msg – Unternehmensgruppe?

Die Schülerinnen und Schüler der 9b besichtigten am 25.10.2019 eine international agierende IT-Beratung mit Sitz in Ismaning. Sie erlebten dabei sehr spannende und ereignisreiche 1,5 Stunden. Während bei einer Quiz-Rallye vor allem der Spaß im Vordergrund stand, konnten die Jugendlichen bei den Vorträgen dann ihr Vertrauen in die eigene Zukunft stärken, da sie realisierten, dass auch in einer so großen und beeindruckenden Firma alle Menschen nur aus Fleisch und Blut sind und dass man im Berufsleben nicht alles von Tag Eins an bereits perfekt beherrschen muss.

msg ist eine inhabergeführte Unternehmensgruppe mit Firmensitz in Ismaning, die seit nahezu vierzig Jahren kontinuierlich gewachsen ist und über 7.500 Mitarbeitende weltweit – davon ca. 1.000 Personen alleine am Standort Ismaning – beschäftigt. Der Jahresumsatz betrug 2018 über 950 Millionen Euro. Als Branchenspezialist berät und unterstützt msg Kunden, wie z.B. Automobilhersteller, Versicherungen oder Banken, beim Übergang in die digitale Welt.

Neben anderen Auszeichnungen erhielt msg mehrfach das Label „great place to work“ in Bayern und erreichte den siebten Platz unter den „TOP 25 IT-/Beratungsfirmen“ in Deutschland. Im Laufe des Jahres veranstaltet msg viele Events, wie z.B. den jährlichen „Kickoff“, einen Gesundheitstag, Weihnachtsfeiern und Sommerfeste. Auch die Weiterbildung der Mitarbeitenden wird bei msg großgeschrieben: Auf der cloudbasierten, digitalen Lernplattform „lexa“ gibt es ein großes Angebot an Schulungen, Webinaren und „web-based“-Trainings z.B. zum Thema wirkungsvoll Kommunizieren und Präsentieren. msg lebt eine Duz-Kultur: Alle Mitarbeitenden, vom Vorstandsvorsitzenden bis zu den Auszubildenden sprechen sich beim Vornamen an. Nach der Rallye (Gewinner s. unten) durch das Haus mit vielen Fragen rund um msg und den Firmenstandort Ismaning (beispielsweise: „Wie heißen die Vorstandsvorsitzenden?“) und einer Brotzeit für unsere Schülerinnen und Schüler haben einige Auszubildenden einfühlsam über ihren Tätigkeitsbereich berichtet.

Die msg services ag, ein Unternehmen der msg-Gruppe, ist beispielsweise für Systemadministration, also Computerausstattung und -betrieb zuständig. Unter den 400 Mitarbeitenden im Teilbereich Services sind 34 (26+8) Auszubildende oder duale Studierende. Wenn man in der msg services den Beruf des/der Fachinformatikers/-in erlernt, kann man im Service-Deck, in einer Hotline für IT-Probleme, mit Datenbanken, dem Netzwerk, für ein Windows Team oder mit Clients arbeiten.

Bei msg systems ag, dem Kernunternehmen der Unternehmensgruppe, wiederum kann man z.B. als Kauffrau/-mann für Büromanagement in den Abteilungen Administration/Finanzen, Personal und dem Geschäftsbereich Automotive, eine Ausbildung absolvieren und lernt dabei beispielsweise die Buchhaltung, das Fuhrpark- oder Reisemanagement oder den Empfang kennen oder bearbeitet Angebote oder Anstellungsverträge und organisiert die interne Weiterbildung.

Neben einer Ausbildung können Schülerinnen und Schüler später auch ein duales Studium bei msg absolvieren.

Die verständlichen und einfühlsamen Vorträge der Auszubildenden haben unseren Schülerinnen und Schülern die Angst vor ihrem zukünftigen Praktikum genommen, die Wichtigkeit eines Praktikums unterstrichen und vor allem gezeigt, dass auch Frauen super Fachinformatikerinnen werden können.

Die Rally gewonnen (und damit am schnellsten die meisten richtigen Antworten gegeben) haben Emilio, Viktoria und Tanja, zweiter wurden Anina, Emilia und Colin und dritter wurden Paula, Larissa, Laura und Sebastian. Bei einer Umfrage gaben 80% der Schülerinnen und Schüler dem ISGY-Firmenbesichtigungsprogramm in diesem Fall bei msg das Prädikat „Premium“ und vier können sich eventuell vorstellen, eine Ausbildung bei msg zu beginnen.

msg ist neben der SANA AG offizieller Firmenpartner des Gymnasiums Ismaning und gestaltet auch das Bewerbertraining für die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe.                                    HA

Jugend-Forscht-Bundesgewinner besucht das ISGY

Ende September dieses Jahres feierte der „Jugend forscht/Schüler experimentieren“-Wahlkurs seine Inauguration. Am Donnerstag den 14. November 2019 war es dann so weit, den Eltern wurde vorgeführt, was unsere Jungforscherinnen und -forscher bereits alles können: Beispielsweise Schaltungen aufbauen, mit Geomag ein Kugellager realisieren oder einem MicroBit das Spiel „Schere, Stein, Papier“ beibringen. Aber auch über das Thema Arduino konnten alle an dem Abend mehr erfahren. Zudem gab es einen besonderen Überraschungsgast: Der amtierende Bundessieger für Physik, Nils Wagner, erzählte über sein Projekt und was er auf dem Weg dorthin erlebt hatte. Unsere Mädchen und Jungen hingen an seinen Lippen und auch die Eltern hatten sichtlich Spaß. Es war ein Lehrstück über das Leben, dass gerade Umwege, wiederholte Rückschläge gepaart mit besonderer Hartnäckigkeit und Anstrengung als Höchstleistung gewürdigt wurden. In einem kleinen Zeitrafferfilm von Herrn Wagner wurde deutlich, dass eine „Jugend forscht“-Wettbewerbsteilnahme eine selbstständige Arbeit der Jugendlichen ist. Vor allem aber übertrugen sich die große Begeisterung von Herrn Wagner für das Programm „Jugend forscht“ und dessen hervorragendes Alumni-Programm. Auch die Schulleitung überzeugte sich an diesem Abend vom Fortschritt ihrer Jungforscherinnen und -forscher: Frau Ernst, die den leider verhinderten Herrn Martini vertrat, war sichtlich stolz.

SchulFreitag an der FORSCHA-Mittmachmesse

Für 25 Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Klasse hieß es am Freitagvomittag, den 15.11.2019, SchulFreitag! Nein, die Schülerinnen und Schüler sind nicht einfach zuhause geblieben, sondern waren gemeinsam mit Frau Lack und Frau Löchner auf der FORSCHA-Mittmachmesse. Dort gab es für sie viel zu erkunden und tüfteln und das in sehr vielfältigen Themenbereichen v.a. der Chemie, Biologie, Mathematik, Physik und Informatik, aber auch das Künstlerische kam nicht zu kurz. Die Schülerinnen und Schüler konnten z.B. ihr eigenes Brot backen (zuvor musste natürlich auch das Mehl von Hand gemahlen werden), testeten ihr Tischtennis-Können gegen einen Roboter, extrahierten DNA aus einer Grapefruit, stellten ihr eigenes Shampoo her, versilberten Glasflaschen, erwarben das Morsediplom, bauten Roboter, druckten mit einem 3D Drucker kleine Astronauten, konstruierten Raketenautos und vieles mehr.  Es war zwar ein „Schulfreitag“, aber sicher trotzdem ein sehr spannender Tag, an dem die Schülerinnen und Schüler viel Neues gelernt haben.

MINT

MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften (Physik, Chemie und Biologie in der Schule) und Technik. Gemeinsam haben diese Fachbereiche, dass in MINT-Berufen oftmals Fachkräfte fehlen – in den Naturwissenschaften insbesondere auch weibliche. Auch die Herangehensweise ist in all diesen Fächern ähnlich: man muss sich hineinvertiefen, um Spaß daran zu bekommen. Schülerinnen und Schüler in einem vollgestopften Schulalltag zu einem „Hineinvertiefen“ anzuregen, dafür muss die Schule immer eine Extrameile gehen. Dazu sind wir am Gymnasium Ismaning bereit, mit weitgehend Halbklassenunterrichtsstunden zum Experimentieren in Physik und NuT, Förderkursen, mit hervorragend ausgestatteten Fachräumen und vielen schülerzentrierten Materialien, mit diversen kreativen Teamansätzen, um den Lernerfolg zu steigern. Ergänzt durch Eliteförderung und Wahlkurse, wie Robotik, Aquaristik, Kryptologie und Jugend forscht/Schüler experimentieren, führt dies zu einer erfolgreichen Teilnahme an Wettbewerben. Obendrein, dürfen unsere Schülerinnen und Schüler in einem Firmenpartnerprogramm Betriebe besichtigen, am girls‘ und boys‘ day in Betriebe hineinschnuppern und im Praktikum in der 9. Jahrgangsstufe ein tieferen Einblick gewinnen. Wir freuen uns sehr, dass unsere Bemühungen in unserer noch so jungen Schule bereits im Dezember 2019 mit der Auszeichnung „mintfreundliche Schule“ gewürdigt worden ist.

Nachlese zum girls’ day 2019

Der girls‘ day ist eine proaktive Veranstaltung, bei der Mädchen ab der 5. Jahrgangsstufe für einen Tag vorurteilsfrei in Männerberufe schnuppern können (übrigens beim parallelen boys‘ day auch Jungs in typische Frauenberufe). Proaktiv heißt, dass die Eltern sich bei Bekannten oder ab Herbst unter https://www.girls-day.de/Radar?lat=48.221&lon=11.670&view=map&providers=events&where=Ismaning um einen Platz kümmern. Nächstes Jahr findet der girls’day und boys‘ day übrigens am 26.03.2020 statt und die Organisation Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. gibt dazu umfangreiche Informationen https://www.girls-day.de/Schule-Eltern/Eltern/Mitmachen/So-geht-s

Hintergünde: Der girls‘ day geht auf den ehemaligen „take our daughters to work day“ aus den USA zurück. Seit  1993 besuchen an diesem Tag Schülerinnen den Arbeitsplatz von einem Elternteil oder einem Bekannten. In Deutschland gibt es den girls‘ day immerhin schon seit 2001. Vor kurzem wurde eine große Befragung dazu durchgeführt. Tatsächlich bewerben sich ca. 40% der Mädchen und 25% der Jungs irgendwann einmal später bei einem Unternehmen, das sie auf diesem Weg kennengelernt haben und ca. 80% dieser Bewerbungen führen zum Ziel. Die Schülerinnen schauen als nicht nur Unternehmen an, sondern auch die Unternehmen die Schülerinnen. In den USA gibt es ca. 30% weibliche Ingenieurinnen, dies führt man u.a. mit auf den girls‘ day zurück, – solche Zahlen erreichen wir in Deutschland nur im Bereich Vermessung und Raumplanung.

Wie in den vergangenen Jahren haben von unserer Schule aus ca. 20 Schülerinnen (und ein Schüler) an dem Programm teilgenommen. Die Schülerinnen haben am 28. März 2019 beispielsweise den Flughafen München, Giesecke & Devrient, Thermo-Fischer-Scientific, Microsoft und die Hochschule München besucht.

Aufgefallen ist uns, dass die Anzahl der Teilnehmerinnen trotz stark steigender Schülerzahlen stagniert. Deshalb haben wir einmal nachgefragt. 90% der Schülerinnen, die teilgenommen haben, hat sehr gut oder gut gefallen und 100% wollen in Zukunft unbedingt wieder teilnehmen. Die girls´day –Schülerinnen können sich ca. doppelt so oft vorstellen später einmal Ingenieurin zu werden, wie unsere anderen Mädchen (alle 5. Klassen und jeweils eine 7.und 8. Klasse wurden komplett befragt).

Von den Schülerinnen in der 5. Jahrgangsstufe, die alle nicht teilgenommen haben, möchten 35% zukünftig unbedingt teilnehmen und es lag zu 100% daran nicht rechtzeitig davon erfahren zu haben (allerdings erinnerte sich ein !Junge! daran, rechtzeitig im Unterricht davon gehört zu haben!). In den höheren Jahrgängen gaben 50-60% der Mädchen an, keinen spannenden Platz gefunden zu haben. Daher möchten wir Sie liebe Leserinnen und Leser ermutigen, sollten Sie Frauen in typischen Männerberufen kennen, die am nächsten girls’day, den 26.03.2020 ein oder zwei Mädchen beherbergen möchten, dies an Klassenkameradinnen von Ihrem Kind weiter zu geben oder zunächst einmal selbst ihre Tochter hinzuschicken (umgekehrt, wenn Sie einen Mann in typischen Frauenberufen kennen, geben Sie dies bitte an die Klassenkameraden ihres Kindes weiter oder schicken Ihren Sohn hin). Es war für unsere Mädchen nämlich wichtig, eine abwechslungsreiche Auswahl zu haben und am liebsten eine Freundin mitnehmen zu können.

Als typische Männerberufe gelten Berufe, die von weniger als 40% Frauen ausgeübt werden (umgekehrt Frauenberufe werden von weniger als 40% Männern ausgeübt).

Männerberufe sind z.B. Ingenieurin im Bereich Verkehrstechnik, Elektro- und Informationstechnik, Maschinenbau/Verfahrenstechnik, Wirtschaftsingenieurwesen und Architektin (Hoch- und Tiefbau) oder eine Naturwissenschaftlerin in Physik/Astronomie, Geowissenschaften, und Informatik.

Pharmazeut, Biologe und Innenarchitekt, Grundschullehrer, Stewart, Erzieher, Krankenpfleger sind dagegen typische Frauenberufe (also geeignet für den boys’day).

Eine ganze Reihe von Berufen wie Mathematiker, Chemiker, Geograph, Raumplaner, Arzt (außer Chirurgen und Orthopäden , bisher Männerberufe), Schauspieler, Künstler und Musiker sind geschlechterausgewogen – deshalb natürlich nicht uninteressanter. Es gibt 13 Wochen Ferien im Jahr – in dieser Zeit lässt sich sicherlich mal ein Besuch von Ihnen für Ihr Kind in diesen Bereichen organisieren.

Als Tipp zum Schluss: für den girls‘ und boys’day am 26.03.2020 besorgen Sie bitte rechtzeitig einen Platz entsprechend der oben erwähnten Kriterien und geben bitte mindestens 1 Woche vor dem girls’day 2020 eine Befreiung im Schulsekretariat ab. Dafür gibt es ein Formular als .pdf herunter zu laden auf den Webseiten https://www.girls-day.de/Schule-Eltern/Eltern/Gut-zu-wissen/Rechtliches-Organisatorisches und https://material.kompetenzz.net/boys-day/jungen-schulen-eltern/elternbrief-und-freistellung-vom-unterricht.html

Augmented Reality an der Uni

Am Nachmittag des 8. Mai durften 6 Schüler und 2 Schülerinnen der 5. und 6. Klassen zum ersten Mal in ihrem Leben Uniluft schnuppern. Sie besuchten zusammen mit Frau Löchner die Vorlesung „Pokémon Go war erst der Anfang! Die Zukunft mit Augmented Reality Apps“ im Rahmen der Kinderuni an der Universität der Bundeswehr in München-Neubiberg. Nach einer kurzen Einführung in die Regeln einer Vorlesung und die Besonderheit der Ausstattung von Hörsälen (klappbare Tische etc), berichtete Philipp A. Rauschnabel, der die Professur für Digitales Marketing und Medieninnovation an der Fakultät für Betriebswirtschaft innehat, über den aktuellen Stand der Entwicklung im Bereich Augmented Reality. Er stellte verschiedene Möglichkeiten des Einsatzes von Augmented Reality in der Gegenwart und der Zukunft vor und regte die Schülerinnen und Schüler zur kritischen Reflexion an. Die Schülerinnen und Schüler diskutierten angeregt über Gefahren und Nutzen von Augmented Reality. Zum Schluss betonte Professor Rauschnabel die Notwendigkeit eines verantwortungsbewussten Umgangs mit den Möglichkeiten, die die Zukunft mit Augmented Reality bietet.

Übrigens bei Augmented Reality handelt es sich um eine visuelle Darstellung von Informationen, also die Ergänzung von realen oder animierten Bildern oder Videos mit computergenerierten Zusatzinformationen oder virtuellen Objekten mittels Einblendung/Überlagerung. Eben wie ein bestimmtes Pokémon assoziert mit einem Ort der realen Welt.

SchulFREItag auf der FORSCHA-Mitmachmesse

Am Freitag (16.11.18) verbrachten jeweils 2 Schüler/innen jeder Klasse ihren Schultag auf der FORSCHA-Mitmachmesse im MOC München. Das junge ISGY-Forscherteam experimentierte, tüftelte, programmierte, entwickelte und staunte im riesigen Entdecker-Reich.

An verschiedenen Ständen konnten die jungen Forscher beispielsweise selbst die DNA einer Kiwi herstellen, Objekte im 3D-Drucker drucken, die Dicke ihrer Haare exakt erfahren, Roboter steuern, eine 17 Meter lange Lego-Kugelbahn bewundern, chemische Reaktionen bestaunen, ein Raketenauto bauen etc.

Mit tollen originell gefertigten Objekten und viel neuem Wissen in den Naturwissenschaften (Mathe, Physik, Chemie, Natur und Technik) sowie in Informatik kehrten wir nach Ismaning zurück und starteten ins Wochenende.

Tag der offenen Tür 2018

Am Tag der offenen Tür am 19. April öffnete das Gymnasium Ismaning erneut Klassenzimmer und Fachräume sowie erstmals den neuen Bewegungsraum. Bei sommerlichem Wetter informierten sich sehr viele Familien mit zukünftigen Gymnasiasten, aber auch wiederum Nachbarn und die ganze Schulfamilie. Es gab eine Menge zu entdecken für Klein und Groß: man konnte ein echter Franzose werden, selbst gemachte Nussnougatcreme oder Flammkuchen probieren, ein intaktes ganzes rohes Ei ohne Schale anfühlen, mit einem Matheführerschein die vielfältigen Materialien der Schule kennenlernen, eine Toga anprobieren, seinen Namen mit Hieroglyphen auf Papyrus stempeln, Fair-Trade einkaufen, Jonglieren lernen, sich in sportlichen Zweikämpfen üben, Schülerarbeiten aus Kunst und vielen anderen Fächern bewundern oder ein gekochtes Ei in eine Flasche saugen. In der ersten und letzten halben Stunde wurde ein vielfältiges Bühnenprogramm im Treppenhaus dargeboten von Tänzerinnen, Solisten, Orchester und Chor mit einer kurzen Kostprobe vom nächsten Frühjahrskonzert am 2. Mai. Aber auch Theaterszenen auf Französisch, Spanisch und vor allem Deutsch als Vorgeschmack auf den nächsten Schultheaterabend am 12./13. Juni waren zu bewundern. Der „Tintenklecks“, die neue Schülerzeitung, stand druckfrisch zum Verkauf. Verpflegt wurde das Publikum durch Förderverein und Elternbeirat dank zahlreicher Essensspenden – vielen Dank dafür! Die Jugendsozialarbeit öffnete ihr Beratungszimmer und die Nachmittagsbetreuung stand zum Gespräch bereit. Man konnte eine Reise in die ganze Welt mit englischsprachiger Reisebegleitung unternehmen, organisiert vom Wahlkurs Bilinguale Geografie. In den Fachräumen von NuT, Musik, Informatik und Physik wurden Modelle und Computer ausprobiert oder man konnte einfach den Schüler/innen der Bläserklassen lauschen. Auf Stellwänden war die nächste Ausbaustufe des Schulgebäudes zu bewundern, ebenso wie die junge Geschichte des ISGY und der Pressespiegel. Eine schon erstaunliche Vielfalt, wenn man bedenkt, dass diese kleine Schulfamilie bisher aus 11 Klassen und ca. 20 Lehrkräften besteht – daher ein Dank an alle Beteiligten für ihr vielfältiges Engagement. Auch dem Publikum sei Dank für die Geduld bei den kleineren Wartezeiten mancher sehr gefragter Angebote und das anhaltende Interesse.